Josef Dötsch:
Bessere Bedingungen für Medienkompetenz an Schulen
„An rheinland-pfälzischen Schulen müssen bessere Rahmen-bedingungen für die Vermittlung von Medienkompetenz geschaffen werden“, erklären die Obfrau der Enquete-Kommission „Verantwortung in der medialen Welt“, Dorothea Schäfer, und der medienpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Josef Dötsch. Dies unterstrich auch ein Besuch der Abgeordneten „vor Ort“ im Landesmedienzentrum Rheinland-Pfalz in Koblenz.
Josef Dötsch: „Die Vermittlung von Medienkompetenz und die dazu notwendige Bereitstellung von Hard- und Software an Schulen in Rheinland-Pfalz ist unzureichend. Bisher stattete die Landesregierung nur rund 320 Schulen mit einem speziellen Netzwerk für Schulen (MNS+) aus, was auch durch das Konjunkturprogramm der Bundesregierung möglich wurde. Dabei wurden Schulen, die ein bestehendes Schulnetzwerk nutzen, um Schülerinnen und Schülern einen zeitgemäßen Unterricht zu ermöglichen, nicht berücksichtigt. Die Landesregierung bestraft damit Schulen, die selbst aktiv werden, denn die Mittel reichen bei weitem nicht, um MNS+ an allen Schulen in Rheinland-Pfalz zu installieren.
Dorothea Schäfer: „Bei der Ausbildung der Lehrer im Umgang mit Neuen Medien besteht noch großer Handlungsbedarf. Selbst ein Lehrer, der heute sein Studium abschließt, muss sich Fachwissen durch Selbststudium oder Weiterbildung aneignen. Dabei sind die Kapazitäten für Schulungen der bereits aktiven Lehrer schon knapp. Wir benötigen eine zukunftsweisende Anpassung des Pädagogik-Studiums hin zu Neuen Medien. Medienkompetenz muss flächendeckend vermittelt werden, ebenso wie der Umgang mit Neuen Medien. Dazu müssen auch die Neuen Medien als Querschnittswerkzeug im Unterricht genutzt werden.“
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