AfD-Forderung nach Ausstieg aus Klimaschutzabkommen ist verantwortungslos

11.09.2017
Pressemitteilung

Die AfD bestreitet den menschengemachten Klimawandel und fordert den Ausstieg aus dem Pariser-Weltklimaabkommen. Das kommentiert Dr. Thomas Gebhart.

Als "verantwortungslos" bezeichnet der stellvertretende Bezirksvorsitzende der CDU Rheinhessen-Pfalz, Dr. Thomas Gebhart, die AFD-Forderung, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszusteigen. Gebhart gehört als direkt gewählter Abgeordneter dem Deutschen Bundestag an. Eines seiner Schwerpunktthemen ist der Klimaschutz. Seit vielen Jahren schon ist er Mitglied der deutschen Delegation bei den Weltklimakonferenzen.

Gebhart bezieht sich auf jüngste Äußerungen des auf Platz 2 der AfD-Landesliste für die Bundestagswahl plazierten Kandidat Wildberg. Dieser hatte jüngst in einer öffentlichen Diskussion u.a. den Ausstieg aus dem Weltklimavertrag gefordert. Das ist auch Inhalt des AfD-Wahlprogramms. Wildberg hatte sich zudem für den Austritt aus allen staatlichen und privaten Klimaschutzorganisationen und für einen Finanzierungsstop ausgesprochen. Zudem widersprach er der Darstellung von einem menschengemachten Klimawandel.

Gebhart: "Der Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Nur mit weltweiten effektiven Maßnahmen wird es gelingen, den Klimawandel auf ein verantwortbares Maß zu begrenzen. Deutschland und Europa allein können das Problem nicht lösen. Deswegen ist der in Paris nach jahrelangen und schwierigen Verhandlungen geschlossene Vertrag über den Klimaschutz so wichtig. Die in Paris vereinbarten Verpflichtungen für die Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer sind unverzichtbar, um die Erderwärmung zu begrenzen.

Die Folgen des Klimawandels wie steigender Meeresspiegel, Erderwärmung, Abschmelzung der der Gletscher, stärkere Extremwetterereignisse, Verschiebung der Vegetationsperioden und vieles mehr sind existent. Und gegen die Ursachen des Klimawandels müssen wir etwas tun, weil er die Erde und die Menschen gefährdet."