Armin Laschet zu Besuch bei Julia Klöckner in Bad Kreuznach

14.08.2021

BAD KREUZNACH. Kanzlerkandidat Armin Laschet hat auf seiner Deutschlandreise am Freitagabend Station in Bad Kreuznach gemacht. Auf Einladung der CDU-Landesvorsitzenden und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner umriss er seine Pläne, Deutschland zukunftsfest zu machen.

„Nicht Stimmungen nachgeben, sondern die Idee haben: Klimaneutrales Industrieland werden, auch in zehn, 20 Jahren noch sichere Arbeitsplätze haben, in der Automobilindustrie, in der chemischen Industrie, in der Stahlindustrie, beim Mittelstand“, sagte Laschet vor rund 200 Zuhörern im Bad Kreuznacher Cineplex. Es sei eine „Riesenaufgabe“, Deutschland als Industrieland zu erhalten und es gleichzeitig klimaneutral zu machen. Das gelinge nicht „mit Sprüchen und immer mehr Verboten“, sondern mit Anreizen.

CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner sagte: „Wir werden beim Klimaschutz keinen Erfolg haben, wenn es gegen die Menschen in den ländlichen Räumen geht.“ Die Menschen gerade in den ländlichen Räumen wollten keine ideologischen Debatten über ihre Köpfe hinweg. Es gehe um Innovationen und Technologieoffenheit auch für die Mobilität. Auf dem Weg zu Klimawohlstand seien drei Säulen wichtig: „Ökologie, wirtschaftliche Tragfähigkeit und die soziale Frage. Damit unser Land nicht gespalten wird in Menschen, die sich Klimaschutz leisten und nicht leisten können.“  Letzteres spiele nur Extremisten in die Hände.

Julia Klöckner betonte, Deutschland sei ein starkes Land, das Menschen, die Unterstützung bräuchten, unter die Arme greife. „Aber das ist kein Selbstläufer und wir müssen auch immer wieder neu denken, wie wir die Unterstützung vor Ort organisieren können. Damit sich der Staat dieses auch leisten kann, brauchen wir eine stabile, sichere und funktionierende Wirtschaft mit guten Arbeitsplätzen. Deshalb müssen wir das machen, was Arbeit schafft, den Jobmotor anwerfen.“

Armin Laschet, der direkt von einem Gespräch mit Tesla-Chef Elon Musk nach Rheinland-Pfalz gekommen war, sagte: „Wenn wir den Standort Deutschland erhalten wollen, müssen wir bei Planungs- und Genehmigungsverfahren schneller werden.“ Das gelte auch bei der Energiewende.

Nach seiner Rede diskutierte Armin Laschet mit jungen Gästen aus der Region. Die Runde wurde moderiert von Frederik Grüneberg und Laura Ludwig (beide Junge Union).

Zu Beginn der Veranstaltung hatte CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner zu einer Gedenkminute für die Opfer der Hochwasserkatastrophe aufgerufen.

Armin Laschet sprach den jetzt von Bund und Ländern beschlossenen Wiederaufbaufonds an. 30 Milliarden Euro der Soildargemeinschaft würden in die Hochwassergebiete fließen. Er lobte, wie schnell diese Entscheidung getroffen worden sei.