Aus aktuellem Anlass: Julia Klöckner zu drohenden Kita-Streiks

13.08.2015
Pressemitteilung

„Gewerkschaften und Arbeitgeber müssen jetzt gemeinsam eine Lösung finden. Denn eine Fortsetzung der Tarifauseinandersetzung geht in erster Linie zu Lasten der Familien und der Kinder.

Beide Seiten müssen im Blick behalten, dass hier die Kleinsten im Mittelpunkt stehen. Sie brauchen Kontinuität in der Betreuung und Förderung. Und gerade auch für die betroffenen Eltern ist ein neuerlicher, wochenlanger Spagat zwischen dem Betreuungserfordernis und den Anforderungen ihrer Arbeitgeber nicht zumutbar.

Die Lösung des Konflikts ist in der Tat schwierig: Die Kommunen als maßgebliche Träger der Kindertagesstätten weisen insbesondere in Rheinland-Pfalz eine katastrophale Finanzlage auf. Auf der anderen Seite steht die problematische Situation der Erzieherinnen, die sich mit immer weiter steigenden Anforderungen, mangelnder personeller Ausstattung und zu großen Gruppen konfrontiert sehen. Vielleicht kann ein gestuftes Vorgehen den gordischen Knoten zerschlagen: Die kommunalen Arbeitgeber könnten den Gewerkschaften anbieten, den Schlichterspruch für eine Übergangszeit zu akzeptieren. Damit verbunden werden müsste die Zusage zu sofortigen neuen Verhandlungen. Inhalt dieser Verhandlungen wären dann Tätigkeitsbeschreibungen, die den heutigen Anforderungen angepasst sind, Eingruppierungen und ein angemessenes Gehaltsgefüge in den Kindertagesstätten.“

(Nr. 111/2015 - 13.08.2015)