Besuch beim DRK: Julia Klöckner will ehrenamtliche Helfer unterstützen

31.08.2020

Die rheinland-pfälzische Landesvorsitzende und Bundesministerin Julia Klöckner hat sich mit Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes Rheinhessen-Nahe in Bad Kreuznach getroffen, um mehr zu erfahren, welche Veränderungen in Zeiten der Pandemie notwendig wurden, welche Auswirkungen Corona auf die Arbeit der Rettungskräfte habe. Von der Präsentation einer neuen Hilfs-App, die Leben retten und helfende Hände schnell in der Region zusammen rufen kann, zeigte die CDU-Politikerin sich begeistert.

„Das Deutsche Rote Kreuz rettet Menschen, hilft in Notlagen, unterstützt Bedürftige – ob von einer Notsituation betroffen oder nicht, wir verdanken diesen Helden des Alltags ein gutes Stück unserer Sicherheit und Freiheit, in der wir leben“, würdigt die Landesvorsitzende Julia Klöckner den Einsatz der DRK-Mitarbeiter gerade angesichts der Corona-Pandemie. Der DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe ist mit rund 800 Mitarbeitenden und 18 Rettungswachen, sowie zwei Leitstellen der größte Rettungsdienst in Rheinland-Pfalz und rund um die Uhr in den Landkreisen Alzey-Worms, Birkenfeld, Bad Kreuznach und Mainz-Bingen, sowie in den Städten Mainz und Worms im Einsatz. Die Corona-Situation ging nicht spurlos an der DRK-Mitarbeiterschaft vorbei: Homeoffice, Videokonferenzen, umfassendere Hygieneauflagen haben sich etabliert, auch im Umgang mit Patienten. Zur Zeit gäbe es keine Nachschubprobleme bei der Beschaffung von Masken und Schutzausrüstung mehr, auch habe das DRK eine Notfallreserve angelegt. Zu beobachten sei, dass aufgrund der Corona-Krise die Bürger zurückhaltender geworden seien und das Einsatzgeschehen sich reduziert habe. Viele Bürger hätten beim DRKL-Notruf nicht mehr angerufen, weil sie Sorge vor Kontakt und gegebenenfalls Infizierungen hätten. Daher die klare Botschaft: Rufen Sie bitte den Rettungsdienst an, wenn es notwendig ist. Einen Schlaganfall sollte man keinesfalls versuchen, auszusitzen!

Angetan zeigte sich Julia Klöckner von der Vorstellung einer eigens durch das DRK entwickelten App, um Spontanhelfer - zum Beispiel bei Hochwassereinsätzen - im Geo-Umkreis anzusprechen und zusammen zu bringen. Eine App, die das starke ehrenamtliche Engagement in Rheinland-Pfalz nutzen und Menschenleben durch regionale Vernetzung helfender Hände retten will. Nach Angaben der IT-Tüftler vereinigt die App viele Funktionen, die Konkurrenzprodukte auf dem Markt vermissen lassen und bietet geschulten Kräften und Hilfswilligen datensicher die Möglichkeit, schnell vor Ort zu sein, wenn Hilfe gebraucht wird. Die App, die von einem Unternehmen in Rheinland-Pfalz programmiert wird, hat daher bereits erste Fördermittel von Banken erhalten und soll im September starten. Julia Klöckner sagte zu, weitere Fördermöglichkeiten zu prüfen.