Birgit Collin-Langen: "Wer Frauen nicht die Hand gibt, kann nicht auf unsere Toleranz hoffen"

22.09.2015
Pressemitteilung

Bei einem Besuch in einer Flüchtlingsunterkunft in Idar-Oberstein sollte es zu einem spontanen Zusammentreffen zwischen der CDU-Landesvorsitzenden, Julia Klöckner MdL, und dem örtlichen Imam kommen, der sich dort um Glaubensbrüder unter den Flüchtlingen kümmert. Dieser ließ Julia Klöckner ausrichten, er würde ihr als Frau aber nicht die Hand geben.

Die CDU-Politikerin entschied daraufhin, auf das Zusammentreffen zu verzichten, weil sie dieses Frauenbild, das nicht der Gleichberechtigung entspricht, nicht teilt. Hierzu erklärt die Vorsitzende der Frauen Union von Rheinland-Pfalz, Birgit Collin-Langen MdEP:

Keine Toleranz gegenüber Intoleranz

„Frauen und Männer sind in Deutschland gleichberechtigt. Dieser Grundsatz steht für uns nicht zur Debatte. Es gibt Spielregeln, die gelten bei uns, darüber sollten wir auch nicht verhandeln. Es sind Spielregeln wie diese, die unsere Land als freie, offene Gesellschaft so weit gebracht und zu einem Integrationsland gemacht haben. Das Verständnis aber, man könne als Mann Frauen nicht die Hand geben, ist ein überholtes und abwertendes.

Männer, die ein solches Weltbild vertreten, betrachten auch Homosexuelle als minderwertig. Auch diesen Ansatz teilen wir nicht in unserer Gesellschaft. Wir sind ein tolerantes Land, aber nicht gegenüber Intoleranz. Wem das nicht passt, der muss nicht in Deutschland leben. Wer sich aber für unser Land entscheidet, von dem erwarten wir, dass er in der Aufklärung ankommen will.

Wir erwarten Respekt und Gleichbehandlung

Dafür haben Frauen vieler Generationen gekämpft. Es macht uns Sorge, wenn Männer mit einem Weltbild von gestern die Vorbilder und Tonangeber von morgen sein wollen - für die vielen jungen Männer, die bei uns eine neue Heimat finden wollen. Wir Frauen erwarten Respekt und Gleichbehandlung, ganz gleich, woher jemand kommt oder welchen Glaubens er ist“, betont die Landesvorsitzende der Frauen-Union Rheinland-Pfalz, Birgit Collin-Langen MdEP.

(Nr. 125/2015 - 22.09.2015)