CDA unterstützt Streik der Paketzusteller bei der Deutschen Post AG / DHL

28.06.2015
Pressemitteilung

Der CDU-Sozialflügel Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) unterstützt den Streik der Paketzusteller bei der Deutschen Post AG / DHL.

„Die CDA schaut mit Sorge auf die negativen Entwicklungen bei den Arbeitsbedingungen von Paketzustellerinnen und Paketzustellern“, erklärt der CDA-Landesvorsitzende Adolf Kessel und wirbt für gute Arbeitsbedingungen in der Branche.

Keine Zwei-Klassen-Gesellschaft im Betrieb

Kessel will verhindern, dass die Post eine Art Zwei-Klassen-Gesellschaft im Betrieb etabliert. Der Konzern hat zu Jahresbeginn Tochtergesellschaften gegründet.  Unter dem Dach der „DHL Delivery Group“ stellt der Konzern die Paketzusteller zwar fest an, lässt sie aber zu deutlich niedrigerem Einkommen arbeiten.

„Die CDA fordert die Tarifpartner auf, eine weitere Abwärtsspirale bei den Arbeitsbedingungen gemeinsam zu verhindern!“, appelliert Adolf Kessel und ruft die Deutsche Post / DHL dazu auf, an der Sozialpartnerschaft mit der Gewerkschaft ver.di festzuhalten.

Der steigende Marktanteil von DHL sei ein Beleg für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Schon deshalb dürfen schlechtere Arbeitsbedingungen bei Wettbewerbern nicht als Vorwand dienen, die Löhne der eigenen Beschäftigten durch Ausgliederungen zu kürzen. „Die CDA steht uneingeschränkt zum Streikrecht als natürlichem Element der Tarifautonomie“, hält der CDA-Landeschef fest.

Streik ist legitimes Recht der Beschäftigten

„Es ist das legitime Recht der Beschäftigten und der sie organisierenden Gewerkschaft, auch mit Streik für gute Arbeitsbedingungen in der Zustellbranche zu kämpfen – auch wenn damit vorübergehende Unannehmlichkeiten für die Kunden verbunden sind“.

Auf der CDA-Landestagung in Fell, bei der Adolf Kessel mit großer Mehrheit als CDA-Landesvorsitzender wiedergewählt worden ist, sagte Eva Maria Welskop-Deffaa vom ver.di-Bundesvorstand, es sei richtig, dass die Beschäftigten die Abwärtsspirale bei den Arbeitsbedingungen in der Branche stoppen wollen – eine  Aussage, für die sie starken Applaus von den CDA-Delegierten erhielt.

Welskop-Deffaa machte deutlich, dass die Post DHL als Marktführer und Unternehmen mit Staatsbeteiligung besondere Verantwortung trage. Es stehe dem Unternehmen nicht gut zu Gesicht, über Auslagerung von Beschäftigten einen Tarifvertrag auszuhebeln, um Lohnkosten zu sparen – zumal DHL den Marktanteil sogar habe ausbauen können. CDA-Bundesvorsitzender Karl Josef Laumann unterstützt den Streik auch auf Bundesebene.

(Nr. 087/2015 - 28.06.2015)