CDU-Generalsekretär: Land soll Kosten für Tests an Kitas tragen

07.01.2022

MAINZ. Eltern, die ihre Kinder aus Angst vor Omikron zuhause lassen, reihenweise erkrankte Erzieherinnen und Erzieher: Die rheinland-pfälzische Landesregierung lässt Eltern und Einrichtungen in einer schwierigen Phase der Pandemie im Stich – trotz der sich schnell ausbreitenden Virusvariante. Das Land lehnt nicht nur eine Testplicht in den Kindergärten ab – vielerorts mangelt es bereits an der Möglichkeit, die Kinder überhaupt testen zu lassen. Darauf macht der Generalsekretär der rheinland-pfälzischen CDU, Jan Zimmer, aufmerksam und fordert nicht nur eine Testpflicht an Kitas, sondern auch finanzielle Unterstützung des Landes, die es Trägern der Betreuungseinrichtungen ermöglicht, Erzieher und Kinder zu schützen.

„Es kann nicht sein, dass die Eltern selbst dafür Sorge und auch die Kosten dafür tragen müssen, dass ihre Kinder getestet werden können. Was an unseren Schulen möglich ist, muss auch in den Kitas umgesetzt werden – und zwar umgehend“, so Zimmer. „Wir müssen den Familien in unserem Land die Sicherheit geben, die sie in der aktuellen Situation zu Recht erwarten.“

Aufgrund der sogenannten Freiwilligkeit bei den Testungen kommt es dazu, dass einige Einrichtungen gar kein Testangebot haben, in anderen Fällen übernehmen die Eltern selbst die Verantwortung. „Das ist keine Strategie, wie wir in der aktuellen Lage mit unseren Kindern umgehen können“, kritisierte Jan Zimmer. „Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Eltern und Erzieher wütend sind und sich im Stich gelassen fühlen.“

Der CDU-General zeigt sich mit Blick auf die kommenden Wochen besorgt: „Wir müssen mit einer verpflichtenden Teststrategie unsere Kinder bestmöglich vor einer Infektion schützen, aber auch die Erzieherinnen und Erzieher: Andernfalls werden immer mehr von ihnen ausfallen, und es drohen reduzierte Betreuungszeiten oder gar Kitaschließungen.“

Zimmer setzt sich neben der allgemeinen Testpflicht mittels sogenannter Lollitests für eine Kostenübernahme der Testungen durch das Land ein. „Wir können die Kommunen als Träger mit dieser Aufgabe nicht allein lassen“, so Zimmer. „Hier ist das Land in der Pflicht, die Tests für die Kindertagesstätten bereitzustellen, um gerade dort einen angemessenen Schutz zu gewährleisten und Vorsorge zu treffen, wo viele ungeimpfte, kleine Kinder jeden Tag zusammen sind. Wir schlagen einen Testrhythmus von mindestens zweimal pro Woche vor.“