Christian Baldauf kündigt „Wahlkampf des langen Atems an“

04.12.2020

MAINZ. 100 Tage vor der Landtagswahl hat CDU-Spitzenkandidat Christian Baldauf einen Wahlkampf des langen Atems angekündigt. „Wir wollen eine bessere Politik für Rheinland-Pfalz. Wir wollen eine bessere Zukunft für unsere Kinder. Unser Bundesland darf nicht den Anschluss in Bildung, Innovation und Forschung verlieren. Deshalb werden wir bis zum Abend des 14. März kämpfen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir unser Ziel, deutlich stärkste politische Kraft in Rheinland-Pfalz zu werden, erreichen.  Als Zielmarke streben wir ein Ergebnis von ‚35 plus’ an.“</b>

CDU-Generalsekretär Gerd Schreiner: „Wir wollen die Affärentradition der SPD in Rheinland-Pfalz beenden. Leider reicht diese Tradition bereits 15 Jahre zurück. Schwiegersohn-Affäre, Gemauschel beim FCK-Stadionausbau, Nürburgring, Schlosshotel, das Geldgeschiebe um den Europäischen Sozialfonds, Hahn-Verkaufspanne und jetzt der Regierungsskandal um unrechtmäßige Beförderungen. Der SPD gehört nicht der Staat, sondern die Politik hat dem Staat zu dienen. Wir müssen attestieren: Danke SPD, aber es reicht jetzt.“

Baldauf hatte im Herbst seine Zuhörtour durch die Regionen mit einer großen Respekt-Kampagne abgeschlossen. „Dabei ging es mir nicht nur darum, zuzuhören, was die Menschen ‚da draußen bewegt’, sondern auch schlicht danke zu sagen, an alle, die sich engagieren. Auch in Trier waren hunderte Helfer vor Ort, haben Polizei und Einsatzkräfte rasch gehandelt. Viele Trierer haben geholfen. Das gibt in dieser dunklen Stunde Hoffnung.“

In den kommenden Wochen möchte Baldauf Lösungen für die politischen Baustellen im Land anbieten. Sieben Praktikerteams mit mehr als zwei Dutzend Experten aus allen gesellschaftlichen und beruflichen Bereichen stellt der Spitzenkandidat derzeit vor. Unter anderem sind der Professor für Ökologie und Biodiversität, Michael Rademacher, und der Autor und Extremismusexperte Ahmad Mansour in seinem Beraterstab. Weitere Experten und inhaltliche Positionen wird Baldauf zu den Themen Gesundheit, Wirtschaft, Infrastruktur, Innere Sicherheit und Integration in den kommenden Wochen vorstellen. Unter den Personalien dürfte noch die eine oder andere Überraschung sein, verriet der Spitzenkandidat. Baldauf: „Wir wollen die Erfahrungen und den Ratschlag derjenigen einbinden, die vor Ort in den verschiedenen Themenfeldern arbeiten: Bildung, Wirtschaft, Gesundheit.“

CDU-Generalsekretär Gerd Schreiner kündigte den modernsten Wahlkampf an, den die Landes-CDU jemals geführt habe. „Ohne zu viel aus dem Nähkästchen zu plaudern: Wir können digitalgestützt sehr zielgenau in diesen Wahlkampf gehen.“ Auch wird die CDU ihre lokalen Wahlkampfteams mit einer „Team-App“ ausstatten. Mit dieser können beispielsweise zerstörte Plakate gemeldet werden, aber ebenso aktuelle Informationen abgerufen werden, etwa zur Corona-Pandemie.

Das Konzept des regionalen Wahlkampfs gehe voll auf. „Wir gehen in die Regionen und wollen mit den Themen vor Ort punkten“, so Schreiner. So werde es rund ein Dutzend regionale, digitale Townhall-Meetings geben. „Darin wird es um regionale Topthemen gehen, die die Menschen vor Ort bewegen, etwa das Krankenhaussterben oder den Ausbau von Straßen.“

14 Kulturregionen hatte die CDU in Rheinland-Pfalz gebildet. „In den Regionen haben sich die Teams formiert und Positionen formuliert“, berichtete Schreiner aus der Arbeit. „Am Ende werden, neben dem Wahlprogramm für Rheinland-Pfalz, 14 regionale Programme stehen“, so der General. Voraussichtlich am 23. Januar wird das der Wahlprogramm verabschiedet. 

Schreiner weiter: „Christian Baldauf hat eine hoch motivierte und geschlossene Mannschaft hinter sich – 52 Kandidaten, das jüngste Durchschnittsalter aller Zeiten bei einer Landtagswahl. Wir haben die größte Sammelbestellung an Plakaten, die es jemals gegeben hat. Wir als Landesgeschäftsstelle machen die Kandidaten fit für den Wahlkampf. So haben wir in den vergangenen Monaten verschiedene Workshops angeboten. Für den digitalen Wahlwahlkampf bieten wir den Kandidaten ein Schulungs-Kit für Social-Media mit zehn Stunden Material an.“

Schreiner: „Klar, die Coronakrise erschwert das Wahlkämpfen. Eine Volkspartei wie die CDU lebt vom direkten Kontakt mit dem Bürger. Wie man kreativ mit der Situation umgehen kann, zeigen unsere Kandidaten. So bieten Kandidaten Gartenzaungespräche an, andere überreichen Flyer mit einem Pizzaschieber. Besondere Situationen erfordern besondere Lösungen“.

Dass die SPD die Kampagnenfarbe der CDU, petrol, übernommen habe, quittierte Schreiner mit Augenzwinkern. „Wir sind da gerne der Vorreiter für moderne Gestaltung.“ Wenn SPD-Landeschef Roger Lewentz zum Nachweis der Zukunftsfähigkeit der SPD eine fast 30 Jahre alte Zeitung auspacke, dann müsse man attestieren: „Er ist ein Yesterday Man.“