Dr. Christoph Gensch: "Absurde Gesundheitspolitik in Rheinland-Pfalz!"

03.12.2018
Pressemitteilung

Erfolgreiche Medizinstudenten werden zwangsexmatrikuliert, obwohl im Land neue Mediziner fehlen.

„Der Bedarf an Medizinern in Rheinland-Pfalz ist riesig“, betont der Generalsekretär der CDU Rheinland-Pfalz Dr. Christoph Gensch MdL. In den nächsten fünf Jahren müssen über 4000 Mediziner in Rheinland-Pfalz ersetzt werden, denn schon heute sind 40% der Hausärzte bereits über 60 Jahre“, sagt Dr. Christoph Gensch, der selbst praktizierender Arzt ist. „Nachwuchs wird dringend benötigt.“

45 erfolgreiche Medizinstudenten der Universität Mainz werden jedoch zwangsexmatrikuliert. Der Grund: Sie konnten sich in das Medizinstudium einklagen, durften jedoch zunächst nur ein sog. ‚Teilstudium’ absolvieren. Ist im Anschluss daran kein regulärer Studienplatz frei, endet das Medizinstudium für die Studierenden.

„Dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie ist diese Problematik bekannt. Frau Bätzing-Lichtenthäler ist allerdings nicht in der Lage, zusammen mit Ihrem Ministerkollegen Wolf schnell und flexibel Voraussetzungen zu schaffen, um den 45 dringend benötigten Medizinerinnen und Medizinern das Weiterstudieren zu ermöglichen. Ärgerlich daran ist, dass es sich um jene Mediziner handelt, die den ersten Teil des Medizinstudiums bis zum Physikum bereits absolviert haben und damit recht kurzfristig, d. h. in drei bis vier Jahren dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen könnten.

Es ist geradezu absurd und nicht nachvollziehbar, was das Gesundheitsministerium hier betreibt. Auf der einen Seite werden Wiedereinstiegskurse für Ärzte finanziell unterstützt, um 28 Mediziner fit zu machen, von denen bisher nur eine Handvoll überhaupt in den Arbeitsmarkt wieder eingestiegen ist. Auf der anderen Seite vergibt die Ministerin gleichzeitig die Chance, mit einer Kulanzregelung 45 junge, motivierte Ärzte dauerhaft für eine Betätigung in Rheinland-Pfalz zu gewinnen. Frau Bätzing-Lichtenthäler muss die Angelegenheit endlich zur Chefsache machen und gegensteuern."

Mit ihren Anträgen in diesem Jahr zur Studienplatzerhöhung und Landarztquote ist die CDU-Landtagsfraktion Taktgeber in der rheinland-pfälzischen Gesundheitspolitik geworden. Die CDU-Fraktion macht zielführende, konstruktive Lösungsvorschläge. „Das Gesundheitsministerium hingegen ist unfähig, Probleme zu lösen. Im Kleinen zeigt sich hier, warum das Problem Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im Land derart groß geworden ist“, so Dr. Gensch abschließend.