Dreyer schickt Uni-Klinik vor, um für sie die Kohlen aus dem Feuer zu holen

08.03.2021

CDU-Generalsekretär Gerd Schreiner wundert sich über die heutigen Äußerungen der Uni-Medizin Mainz in der Debatte über die Abweisung von Schlaganfall-Patienten:

"Bemerkenswert ist zum einen, dass Frau Dreyer und die Landesregierung als Verursacher der massiven Unterfinanzierung der Universitätsmedizin nun die Klinik vorschicken, die für sie mit nackten Händen die glühenden Kohlen aus dem Feuer holen soll. Denn, dass es an der Uni-Klinik enorme Finanzierungsprobleme gibt, für die die Landesregierung verantwortlich ist, wird wohl niemand ernsthaft bestreiten wollen.

Zudem weist sie einen Vorwurf zurück, der so gar nicht erhoben wurde. Denn es ging bei meiner zutreffenden Kritik mit keiner Silbe darum, dass Patienten der Klinik dort nicht qualitativ hochwertig versorgt werden, sondern darum, dass es in der Vergangenheit Fälle gegeben hat, in denen Notfallpatienten aus Kapazitätsgründen gar nicht erst aufgenommen und weitergeschickt wurden. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Natürlich wird vom Klinikpersonal hervorragende Arbeit geleistet. Für strukturelle und personelle Probleme kann sie nichts.

Es sollte selbstverständlich sein, dass eine Universitätsklinik - und noch dazu die einzige unseres Landes, also das medizinische Flaggschiff - in einer Situation, die nicht von einer besonderen Auslastung der betreffenden Abteilungen gekennzeichnet ist, jederzeit in der Lage sein muss, Schlaganfallpatienten aufzunehmen. Genau hier gab es in der Vergangenheit aber offensichtlich ein Problem. In einer Situation, in der es auf Minuten ankommt, kann das über Leben und Tod entscheiden. Dass die Landesregierung das nicht gerne hört, ist verständlich. Abhilfe ist hier aber relativ einfach: Sie muss ihren Job machen und dafür sorgen, dass die Universitätsmedizin eine finanzielle Ausstattung erhält, die ihren Aufgaben angemessen ist."