"Einladen oder nicht - es gibt doch wichtigere Probleme in der Welt"

23.10.2016
Pressemitteilung

Julia Klöckner zu den Parteitagen von CDU und CSU.

Die CDU-Landesvorsitzende von Rheinland-Pfalz und Bundesvize, Julia Klöckner, warnte davor, dass symbolhafte Handlungen sich verselbständigen und von den wahren Problemen ablenken könnten, um die es wirklich "in unserem Land geht", sagte sie am Sonntag in Mainz.

"Ob die CSU nun eine Einladung nach Bayern ausspricht ist zwar interessant, sollten wir aber nicht überbewerten. Wichtiger ist doch, dass CDU und CSU sich in den Hauptfragen einig sind, wenn es um Recht, Ordnung, innere Sicherheit geht. Immer dann, wenn sich eine symbolische Handlung vom eigentlichen Inhalt entfernt und verselbständigt, dann werden Argumente leider irgendwann nachrangig. Das wäre nicht gut."

Deshalb schlägt Julia Klöckner für die CDU-Seite vor, Horst Seehofer als Chef der CSU auf den Bundesparteitag im Dezember einzuladen - so wie das seit Jahren Brauch ist. "Ich denke, wir sollten unserer Überzeugung und unserem verbindlichen Stil als CDU treu bleiben und unabhängig von der Vorleistung des anderen entscheiden. Es geht hier nicht um einen Wettbewerb zwischen CDU und CSU, sondern um den gemeinsamen Weg, die anstehenden Probleme zu lösen. Und sich treu bleiben heißt auch, gestalten zu wollen. Und das geht als CDU und CSU gemeinsam besser als alleine. Unsere Kraft und Aufmerksamkeit sollte den Themen und nicht internen Einladungsfragen gelten. Deshalb: Machen, abhaken, weiterarbeiten und nach vorne schauen."