Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit? Bei Lehrern in Rheinland-Pfalz keine Selbstverständlichkeit

12.03.2015
Pressemitteilung

Der Landesvorsitzende des Arbeitskreises Christlich-Demokratischer Lehrerinnen und Lehrer (ACDL) Rheinland-Pfalz, Dr. Markus Reinbold, erklärt:

„Am 12. März machen angestellte Lehrerinnen und Lehrer in Rheinland-Pfalz auf die Missstände aufmerksam, unter denen sie arbeiten. Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit – man könnte meinen, in einem von Rot-Grün regierten Bundesland sei dies eine Selbstverständlichkeit.

Doch weit gefehlt! Während selbst die verbeamteten Lehrer in Rheinland-Pfalz – ohne Recht auf Streik – seit Jahren mit einprozentigen Gehaltserhöhungen abgespeist und von der allgemeinen Lohnentwicklung abgekoppelt werden, verdienen angestellte Lehrkräfte mit voller Stelle mehrere Hundert Euro weniger im Monat als ihre Beamten-Kollegen.

Von den Vertretungslehrkräften, die in der Vergangenheit zum Teil über die Sommerferien nicht weiterbeschäftigt wurden, ganz zu schweigen.

Vor diesem Hintergrund offenbart der einst an  Straßen, die aus Richtung Hessen kommen, plakatierte Willkommensgruß von Rheinland-Pfalz als Land, in dem Bildung nichts kostet, seine ganze Zwiespältigkeit: Im Bildungswesen soll das notdürftig eingespart werden, was woanders sinnlos vergeudet wurde – Stichwort Nürburgring.

‚Geiz ist geil‘ darf nicht für die Bildung gelten. Der ACDL solidarisiert sich daher mit jenen angestellten Lehrkräften, die eine 5,5-prozentige Gehaltserhöhung und eine tarifliche Absicherung fordern. Das ist Rheinland-Pfalz seinen Schülern, Eltern und Lehrern schuldig.“