Julia Klöckner: “Es muss eine bundesweite Aufnahmepflicht der Länder geben”

14.06.2015
Pressemitteilung

„Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die allein nach Deutschland  kommen und ihre Familien verlassen, gehören zu den schutzbedürftigsten Personengruppen überhaupt.
Es sind junge Menschen, die häufig Schreckliches erlebt haben, zum großen Teil physisch und psychisch stark belastet oder möglicherweise stark traumatisiert sind. Es sind aber auch junge Menschen, die über große Potentiale verfügen. Sie haben ein Recht darauf, dem Kindeswohl entsprechend untergebracht, versorgt und betreut zu werden.
Es muss eine bundesweite Aufnahmepflicht der Länder durch ein landesinternes und bundesweites Verteilungsverfahren geben. Dadurch werden auch die mit der Unterbringung, Versorgung und Betreuung von unbegleiteten Minderjährigen verbundenen Belastungen, die derzeit größtenteils eine relativ geringe Anzahl von Kommunen zu schultern haben, gerechter verteilt. Zudem müssen die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe allen Kindern und Jugendlichen offen stehen.
Dabei müssen die Kommunen bei der Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Aufgaben unterstützt werden.“