Julia Klöckner: “Tsipras sollte nicht glauben, mit dem Ergebnis Europa unter Druck setzen zu können”

05.07.2015

Anlässlich des Ergebnisses des griechischen Referendums erklärt die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und Vorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner:

“Das Referendum hat die Griechen gespalten. Eine Regierung, die notwendige Reformen verweigert und am Ende die Verantwortung dem eigenen griechischen Volk durch eine Abstimmung rüberschiebt, ist nicht weitsichtig, sondern eine Belastung für das eigene Land.

Mit antieuropäischer Propaganda und verkürzten und verdrehten Botschaften warb die griechische Regierung in einer Kampagne für ein Nein. Aber es zählt nicht nur der Wille des griechischen Volkes, sondern auch der Bürger in den anderen europäischen Ländern. Herr Tsipras sollte nicht glauben, dass er mit dem Referendum nun Deutschland und die europäischen Partner unter Druck setzen kann.

Die EU ist kein Wünsch-Dir-Was-Verein, in dem die einen die Spielregeln individuell bestimmen und die anderen das Ganze bezahlen. Wir sehen uns unseren Bürgern und Steuerzahlern verpflichtet, in ihrem Interesse kann es keine weiteren Leistungen ohne Gegenleistungen für Griechenland geben.”

(Nr. 089/2015 - 05.07.2015)