Julia Klöckner: „Daten sind das höchste Gut. Wir brauchen ein digitales Besitzrecht!“

16.07.2015
Pressemitteilung

Rund 200 Unternehmer aus der rheinland-pfälzischen IT-Branche sind am vergangenen Samstag beim Digitalisierungskongress der CDU Rheinland-Pfalz bei dem IT-Unternehmen CompuGroup in Koblenz zusammengekommen.

Gemeinsam mit dem Kommissar für Digitale Wirtschaft, Günther Oettinger, und der CDU-Landesvorsitzenden, Julia Klöckner MdL, diskutierten sie in Koblenz über die Zukunft der Arbeit und mögliche Angebote im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung.

Besserer Austausch von Wissenschaft und Praxis

„Der Digitalisierungsprozess in der Wirtschaft funktioniert nicht ohne neue Ideen. Rheinland-Pfalz muss attraktiver werden für kreative IT-orientierte Gründer und diese gezielt unterstützen. Die gute und ausführliche Diskussion der verschiedenen Kongressteilnehmer hat gezeigt, worauf es ankommt: Es muss einen besseren Austausch von Wissenschaft und praktischer Anwendung geben. Zudem muss die Zahl der Studienplätze für IT-Technik in Rheinland-Pfalz erhöht werden“, so Julia Klöckner.

Ein weiterer wichtiger Gegenstand des CDU-Kongresses war das Thema ‚Datenschutz‘:

Wir brauchen ein digitales Besitzrecht

In seinem Impuls-Referat betonte Günther H. Oettinger die Wichtigkeit des Datenschutzes. „Ich will eine Offensive für einen einheitlichen Datenschutz, die Daten machen nicht an Ländergrenzen Halt. In Deutschland hat jedes Land einen Datenschutzbeauftragten, und wir haben dazu noch einen Bundesdatenschutzbeauftragten. Wenn jeder seine eigenen Regeln und Interpretationen hat, dann blickt kein Unternehmer, dann blickt kein Verbraucher mehr durch“, so der EU-Kommissar.

Julia Klöckner dazu ergänzend: „Wer die Daten hat, hat die Macht, deshalb brauchen wir ein digitales BGB, ein digitales Besitzrecht. Wem gehören meine Daten, wer ist der Erbe von Daten, die um einen Verstorbenen entwickelt worden sind? Die Aufgeschlossenheit für neue Technologien und Datenverknüpfung und Anwendung in Industrie und Handwerk wird dann steigen, wenn auch Datensicherheit und Ideenschutz gewährleistet sind. Datensicherheit muss in Rheinland-Pfalz zu einer Marke und einem Standortvorteil werden. Ich könnte mir auch ein digitales Gütesiegel vorstellen.“

Diskussionen in drei Arbeitsgruppen

In drei Arbeitsgruppen diskutierte die CDU Rheinland-Pfalz mit Wissenschaftlern, IT-Experten und Anwendern:
1)    Infrastruktur und Digitalisierung - Datenaustausch und Datenschutz
Teilnehmer u.a.: Thorsten Lindner, Deutsche Telekom AG, Christof Furch, KEVAG Telekom GmbH

2)    Wirtschaft und Arbeit - Chancen und Herausforderung durch die Digitalisierung
Teilnehmer u.a.: Stephanie Renda, Bundesverband Deutsche Start-ups e.V., Anika Thun, Kalypso Media Group

3)   Bildung, Kultur und Zusammenleben – Kompetenzen und digitales Erbe
Teilnehmer u.a.: Dirk Beenken, Schott Music GmbH  Co.KG, Prof. Dirk Loomanns, Wirtschaftsinformatik FH Mainz

Moderiert wurde der Digitalisierungskongress vom Leiter der CDU-Digitalwerkstatt und Mitglied im CNetz, Professor Dr. Jörg Müller-Lietzkow.

(Nr. 096/2015 - 16.07.2015)