Julia Klöckner: 2Gplus-Regelung im Gastgewerbe ungeeignet

14.12.2021

In Rheinland-Pfalz müssen seit dem 4. Dezember selbst Geimpfte und Genesene zusätzlich noch einen Coronatest machen, wenn sie Restaurants und Hotels betreten möchten. Damit geht Rheinland-Pfalz einen unnötigen Sonderweg, der wie ein Bremsklotz für die Gastronomie und Hotellerie wirkt. Gastronomen sprechen von einem „Lockdown durch die Hintertür“. CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner MdB hält die so genannte 2Gplus-Regel für unverhältnismäßig und fordert die Landesregierung zur Überarbeitung auf. Die Gastronomie brauche eine klare Perspektive für den Winter. Wer der Gastronomie verspreche, es gäbe keinen Lockdown, aber dann die Rahmenbedingungen so ändere, dass es faktisch zu einem kommt, der agiere politisch unehrlich.

Julia Klöckner: „Angesichts steigender Infektionszahlen ist Impfen das Gebot der Stunde. Nur mit einer Zunahme der Erstimpfungen und zügigen Auffrischungsimpfungen werden wir die Infektionen wirksam senken und die Intensivstationen der Krankenhäuser entlasten können. Die 2G-Regel für Restaurants und Hotels hat sich bislang als klug, angemessen und praktikabel erwiesen. Kein Verständnis habe ich dafür, dass die Landesregierung in Gastronomie und Hotellerie von Geimpften und Genesenen zusätzlich noch einen Coronatest verlangt. Die so genannte 2Gplus-Regelung ist unverhältnismäßig, zumal die Branche Studien zufolge nicht als Pandemietreiber gilt. Viele Gastronomen empfinden die neue Regel verständlicherweise als ‚Lockdown durch die Hintertür‘. Es ist unverständlich, warum Rheinland-Pfalz diesen Weg geht, Bundesländer wie Hessen und Nordrhein-Westfalen hingegen auf 2Gplus verzichten. Viele Restaurantbesitzer verzeichnen vermehrte Stornierungen und zurückgehende Gästezahlen. Spontane Gasthausbesuche sind so nicht mehr möglich, zumal nicht überall im Land die entsprechende Testinfrastruktur vorhanden ist. Mancher Restaurantbesitzer schließt deshalb im Dezember gleich ganz. Auch kehren viele Beschäftigte dem Gastgewerbe den Rücken, weil sie kein Vertrauen mehr in die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze haben. Die Landesregierung kann hier nicht auf stur schalten, sondern sollte einlenken und praxisgerecht handeln. Oder so ehrlich sein und den Gastronomen reinen Wein einschenken!“