Julia Klöckner: "Anerkennen, was ist. Nicht an Begriffen abarbeiten."

01.05.2017
Pressemitteilung

Die CDU-Landesvorsitzende und stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende zur aktuellen Diskussion um Leitkultur.

Anlässlich der Debatte über einen Beitrag des Bundesinnenministers, Dr. Thomas de Maizière MdB, zur Leitkultur erklärt die stelllvertretende CDU-Bundesvorsitzende und CDU-Vorsitzende in Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner MdL:

"Nicht, was Thomas de Maizière gesagt hat, ist ein Skandal, sondern, das, was jetzt daraus gemacht wird. Wo sind wir denn hingekommen, wenn ein Bundesminister nicht mehr ohne grenzenlose Empörungswelle des politischen Mitbewerbers aussprechen darf, was die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger denkt?

Sich gegenseitig zur Begrüßung die Hand zu reichen und den anderen dabei anzuschauen, ist  ein Gebot der Höflichkeit und Ausdruck von Respekt. Die Grundregeln unseres Zusammenlebens auch Menschen aus anderen Kulturen zu vermitteln, wenn sie zu uns kommen oder auf Dauer bei uns bleiben wollen, ist im Übrigen unverzichtbar. Nur so können wir den weltoffenen und friedlichen Charakter unserer Gesellschaft bewahren.

Es ist traurig, wie wenig die Kritiker anerkennen wollen, was ist und wie wenig sie sich Gedanken für die Lösung der Probleme machen. Stattdessen wird alle Energie aufgewendet, über einen seriösen Politiker herzufallen und sich an einem Begriff abzuarbeiten. Was Herr de Maizière fordert, ist das kleine Einmaleins unseres Zusammenlebens in diesem liberalen Rechtsstaat."