Julia Klöckner begrüßt Kompromiss zu Frauenquote

08.07.2020

Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und CDU-Landesvorsitzende, Julia Klöckner, begrüßt das Ergebnis der Satzungskommission zur Frauenquote in der Union. Demnach soll am 1. Januar 2021 eine Frauenquote von 30 Prozent gelten und zum 1. Januar 2023 eine Quote von 40 Prozent. Zum Jahresanfang 2025 soll sie auf 50 Prozent steigen. Endgültig entschieden wird darüber beim Bundesparteitag im Dezember.

Julia Klöckner sagte dazu:

"Den jetzt gefundenen Kompromiss begrüße ich, und ich werde auch für den Bundesparteitag im Dezember dafür werben. Die Förderung von Frauen in der Politik ist mir ein persönliches Anliegen, und auch wir als CDU Rheinland-Pfalz arbeiten schon längst intensiv daran. Wenn wir uns als gesamte CDU nun verbindlich darauf einigen, dass Listen und Ämter schrittweise paritätisch besetzt werden, dann verpflichten wir uns eben auch nachhaltig dazu, auf allen Ebenen mehr Frauen für die politische Mitarbeit zu begeistern. Das fängt vor Ort an. An der Spitze sieht man häufiger Frauen, aber umso weniger in der Breite in den Gemeinden und Kreisen. Es geht nicht darum, Frauen und Männer gegeneinander auszuspielen oder hervorragende Männer zu ersetzen. Es geht darum, die Gesellschaft auch in Parteien zu repräsentieren - wenn Frauen in unserem Land mehr als die Hälfte ausmachen, dann ist es verwunderlich und nicht gut, wenn sie aber nur zu einem Bruchteil in der Politik zu finden sind, wo Entscheidungen zu ihrem Leben getroffen werden. Natürlich sind Quoten Krücken und Brücken - die wir aber brauchen hin zur Normalität. Wir müssen uns auch fragen, warum die Politik vielleicht zu unattraktiv für Frauen ist. Da gehören sicher die familienungünstigen Sitzungszeiten dazu."