Julia Klöckner: "Johannes Gerster war ein Charaktermensch"

21.08.2021

MAINZ. Tief traurig zeigt sich die CDU-Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende Julia Klöckner über Tod des früheren CDU-Bundestagsabgeordneten, Landtagsabgeordneten und Landesvorsitzenden Johannes Gerster. „Unsere Gedanken sind bei seiner großen und liebenswürdigen Familie und den Angehörigen, die Johannes Gerster immer so wichtig waren“, erklärte Klöckner am Samstag. Johannes Gerster ist im Alter von 80 Jahren verstorben.

„Mit Johannes Gerster verlieren wir einen großartigen Menschen, ein Urgestein der CDU, einen Vollblutpolitiker und Vorbild. Er war mir ein guter Freund und Ratgeber, er hat für seine Überzeugungen gekämpft, war blitzgescheit und er hatte große Freude an der Debatte. Wir sind Johannes Gerster zu Dank verpflichtet für seine Loyalität und die harte Arbeit über die vielen Jahre hinweg, aber auch für seine Fröhlichkeit und lebensbejahende Art. Gerade mit Blick auf Israel und seine Verdienste um das Land hat man zugleich seine Ernsthaftigkeit und seine Besorgnis erlebt.“

Johannes Gerster blickte auf eine lange politische Karriere zurück. Er war Bundestagsabgeordneter und in dieser Zeit war er auch einflussreicher stellvertretender Vorsitzender sowie innenpolitischer Sprecher der Fraktion. In Rheinland-Pfalz wirkte der gebürtige Mainzer als Landtagsabgeordneter und Landesvorsitzender der CDU Rheinland-Pfalz. Der CDU-Politiker hat sich um die Fastnacht, den Mainzer Dom und zahlreiche ehrenamtlichen Initiativen verdient gemacht.

Julia Klöckner: „Johannes Gerster wirkte über viele Jahre an den politischen Entwicklungen unseres Landes mit. Immer konsequent in der Sache, aber freundlich im Umgang. Er trug das Herz am rechten Fleck. Seine Wegbegleiter, auch aus anderen Parteien, wussten das an ihm zu schätzen, denn bei ihm wusste man, wo man dran war. Geradeheraus und klar und herzlich war seine Art. Johannes Gerster war ein Mann mit vielen Facetten und einem reichhaltigen Erfahrungsschatz. Ob als Mitglied der Mainzer Ranzengarde, deren Ehrengeneralfeldmarschall er war, oder in seinem Engagement für Israel. Sein Ringen um die Verständigung von Israelis und Palästinensern wurde zurecht vielfach ausgezeichnet. Überall hat er seine ganz persönliche Handschrift hinterlassen. Wir werden ihn sehr vermissen.“