Julia Klöckner: „Mehr Kinder und Jugendliche ins Theater“

03.11.2016
Pressemitteilung

Julia Klöckner und Christian Baldauf besuchen das Pfalztheater Kaiserslautern.

Auf Einladung des Bezirksverbands Pfalz besuchten die Landesvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner MdL und ihr Stellvertreter, Christian Baldauf MdL, das Pfalztheater in Kaiserslautern. In einer gemeinsamen Runde mit dem Vorsitzendes des Bezirkstags, Theo Wieder, und der Kaufmännischen Direktorin des Theaters, Stefanie Niedermeier, wurden verschiedene Herausforderungen und Ideen für die Spielbetrieb thematisiert und entwickelt. Zudem bekamen die Christdemokraten bei einer individuellen Theaterführung einen Einblick hinter die Kulissen.

Die Bereiche Planungssicherheit und Finanzierung des Theaters bereiten den Verantwortlichen große Sorgen. Das Pfalztheater erhält einen großen Teil der finanziellen Unterstützung vom Bezirksverband Pfalz. Wie jedes Schauspielhaus, hat auch das Pfalztheater fixe Ausgaben – so macht beispielsweise das Personalbudget einen Großteil der laufenden Kosten aus. Die Kaiserslauterner Bühne ist allerdings an einem Punkt, der keine Einsparungen mehr zulässt. Jeder Cent der gespart werden kann, wurde bereits gespart, so die Theater-Verantwortlichen. Streichungen können keine mehr vorgenommen werden, denn sonst käme es zu dramatischen Qualitätsminderungen der Aufführungen. Die Mitarbeiter sind Experten in ihren Bereichen und können nur schwierig in anderen Abteilungen eingesetzt werden. So kann kein Schauspieler zusätzlich in der Maskenbildnerei oder Perückenwerkstatt eingesetzt werden.

Das Pfalztheater mit seinen beliebten Aufführungen steht für kulturelle Vielfalt und soll für jedermann zugänglich sein. Daher können die Kosten nicht durch Eintrittspreise gedeckt werden.

Neben der Aufzählung aktueller Herausforderungen, wurden allerdings auch viele Lösungsideen gefunden. CDU-Landeschefin Julia Klöckner machte den Vorschlag in Zukunft in Theatern beispielsweise Kinderpatenschaften für Kinder aus Familien mit geringerem Einkommen anzubieten. Dadurch bekommt jedes Kind die Möglichkeit ins Theater zu gehen. Zudem ist es wahrscheinlich, dass junge Leute, die regelmäßig das Theater besuchen, auch als Erwachsene weiterhin daran Interesse haben. Ein weiterer Vorschlag ist die Vermietung der Räumlichkeiten, an Tagen an denen keine Theaterstücke aufgeführt werden. So könnten Unternehmen für Betriebsfeiern oder Privatpersonen für Geburtstage die Räumlichkeiten mieten.

Den Christdemokraten ist die Unterstützung des Pfalztheaters sehr wichtig, da es nicht lediglich zur Unterhaltung, sondern auch als Bildungseinrichtung, durch zeitgenössische Stücke, agiert. „Wichtig zu erwähnen ist, dass wir uns in der Gesellschaft Gedanken machen müssen. Ist uns Kunst und Kultur wichtig? Und wie kriegen wir Personengruppen interessiert? Und dann müssen wir es schaffen, in der breiten Wertung viele zu erreichen. Das ist eine Zukunftsaufgabe. Gerade, wenn eine Gesellschaft sich verändert, die klassischen Theatergänger älter werden, brauchen wir junge Menschen“, so Julia Klöckner.