Julia Klöckner und Christian Baldauf: "Ein in Vielfalt geeintes Land"

02.10.2020

Anlässlich des 30. Jahrestages der Deutschen Einheit erklären CDU-Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende Julia Klöckner und CDU-Spitzenkandidat, Landtagsfraktionschef Christian Baldauf: 

„Der 3. Oktober dieses Jahres ist ein ganz besonderer Tag. Nach wie vor erscheint es wie ein kleines Wunder, dass 1989 Bürger der DDR friedlich für Demokratie demonstrierten und die Mauer zum Einsturz brachten. Die bewegenden Bilder aus den Tagen der friedlichen Revolution haben wir alle noch vor Augen: Über Jahrzehnte festgefügte Grenzen, die plötzlich offen sind. Menschen, die anderen vollkommen unbekannten Menschen vor Freude in die Arme fallen. Über Jahrzehnte getrennte Familien, die vereint werden. Tränen der Freude, ungezügelte Emotionen – auch in der deutschen Botschaft in Prag bei der Nachricht über die mögliche Ausreise. Das sind die Bilder aus den Novembertagen des Jahres 1989, die Geschichte geschrieben haben. Das war der Ausgangspunkt für das, was dann am 3. Oktober 1990 offiziell vollzogen wurde: Deutschlands Wiedervereinigung.

30 Jahre danach gedenken wir nicht nur der politischen Leistungen, die zur Vereinigung der beiden deutschen Staaten geführt, sondern vor allem der vielen mutigen Menschen, die sich für demokratische Rechte eingesetzt haben. Und es waren wir Christdemokraten, allen voran der Kanzler der Einheit Helmut Kohl, die das Ziel der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes nie aufgegeben haben. Selbst zu einer Zeit, in der es weder populär noch erfolgversprechend war. Politiker wie Bernhard Vogel waren es, die mit ihrem persönlichen Einsatz glaubwürdig geholfen haben, dass unser Land Schritt für Schritt zusammenwächst.

Allen Unkenrufen zum Trotz ist Deutschland heute kein geteiltes, sondern ein in Vielfalt geeintes Land sei. Menschen in Ost und West können stolz auf das Erreichte sein. 30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist es für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit, in einem demokratischen und weltoffenen Land in Frieden und Freiheit leben können. Aber es ist wichtig, dass wir uns dessen bewusst sind und daran erinnern, dass es auch anders sein kann. Viele Millionen einzelne Lebenschancen und -Schicksale wurden durch ein diktatorisches System beschnitten.

Erst wenn die Freiheit nicht mehr da ist, erkennen viele, was sie wirklich wert ist. Demokratie wurde von vielen mutigen Männern und Frauen hart erkämpft, und es ist unsere Aufgabe, sie zu bewahren.“