Julia Klöckner zur Antisexismus-Kampagne von Ministerin Spiegel

14.01.2019
Pressemitteilung

Solidarität mit Sexismus-Opfern

Die Landesvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz und stellv. CDU-Bundesvorsitzende, Julia Klöckner, begrüßt den Vorschlag von Ministerin Spiegel, sich mit Sexismus-Opfern mehr zu solidarisieren. Ministerin Spiegel hat dazu eine Kampagne vorgestellt. Zur Vollständigkeit und Ehrlichkeit der Kampagne gehöre allerdings auch, den Fokus zu erweitern und auch explizit das Frauenbild, das aus anderen Kulturkreisen nach Deutschland mitgebracht werde, so Klöckner.

„Es gibt Zuwanderer aus patriarchalisch geprägten Ländern, in denen die Frau weniger wert ist als der Mann, in denen Frauen sich nach Ansicht der Männer zu verhüllen haben, weil sie sonst nicht anständig seien, in denen man Frauen nicht die Hand gibt nur, weil sie Frauen sind. Auch das ist Sexismus. Viele Männer erfahren mitunter erst in Deutschland, dass Frauen die gleichen Rechte haben wie Männer und dass sie nicht minderwertig sind. Auch im Zuge von Einwanderung und Integration müssen wir deshalb die Rechte der Frauen unmissverständlich von Anfang an vermitteln, einfordern und schützen. Wir brauchen schlichtweg eine andere Form von Feminismus, der nicht vom Absender, sondern vom Verhalten her denkt. Jeder Sexismus ist abzulehnen, egal woher er kommt, von wem er ausgeübt wird oder wie die Begründung dafür ist. Wir sollten nicht aus Ignoranz Rückschritte in der Gleichberechtigung in Kauf nehmen. Der Erfolg der Integration hängt von der Rolle der Frauen ab. Das muss die Landesregierung ernster nehmen!“

Hintergrund:

Julia Klöckner veröffentlichte im Mai 2018 ihr Buch "Nicht verhandelbar. Integration nur mit Frauenrechten". Das Autorenhonorar fließt an Plan international für die Projektförderung zur Unterstützung von Mädchen, z.B. "Because I am a girl".