Klöckner: „Das Wahlalter weiterhin an Volljährigkeit koppeln“

20.05.2017
Pressemitteilung

In der Gedenkstätte Osthofen fand heute die 110. Vollversammlung des Landesjugendringes Rheinland-Pfalz statt.

Die rheinland-pfälzische Landesvorsitzende war als Gastrednerin eingeladen. Julia Klöckner MdL dankte für das Engagement in der Jugendarbeit und Demokratieerziehung, warb für flexiblere Ganztagsschulen, um die Jugend- und Vereinsarbeit nicht zu gefährden und warb für die Beibehaltung des Wahlalters mit 18:

„Jugendverbände sind Werkstätten der Demokratie. Sie können Radikalisierungs- und Extremismustendenzen frühzeitig erkennen und entgegenwirken. Jugendverbände brauchen politische Unterstützung und Spielraum für die Arbeit mit jungen Menschen. Gesellschaftspolitisches Engagement und politische Bildung brauchen Mitstreiter und Verstärker bei den Jugendverbänden. Deshalb ist es auch wichtig, dass wir den Jugendlichen genügend Raum lassen, sich neben der Schule noch einzubringen und zu betätigen. Flächendeckende, verpflichtende Ganztagsschulen sind da eher problematisch. Wir plädieren deshalb für flexible Ganztagsschulen, damit Kinder und Jugendliche, die bei der Feuerwehr, im Sportverein oder anderen Vereinen aktiv sind, an dem betreffenden Nachmittag weiterhin außerschulisch aktiv sein können.“

Mit Blick auf die Forderung einiger Jugendverbände nach Absenkung des Wahlalters auf 16 entgegnete Julia Klöckner: „Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, Rechte und Pflichten in Einklang zu bringen. So ist es auch mit dem Wahlalter und der Volljährigkeit. Es passt nicht zusammen, dass jemand das zentrale Bürgerrecht zu wählen wahrnehmen kann, den die Gesellschaft andererseits nicht für reif genug hält, alleine einen Vertrag abzuschließen, Auto zu fahren oder nach Mitternacht eine Disko zu besuchen. Wir wollen, dass das Wahlrecht weiterhin mit der Volljährigkeit gekoppelt bleibt. Dennoch raten wir an, früher mit dem Sozialkundeunterricht in den Schulen zu beginnen.“