"Landesregierung sollte Kooperation mit Ditib beenden"

28.03.2021

MAINZ. Der Landesvorsitzende des Moscheevereins Ditib in Rheinland-Pfalz hat nach heftiger Kritik an der Vortragseinladung des türkischen Historikers Ahmet Simsirgil Konsequenzen gezogen und seinen Rücktritt erklärt. Die CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner sagte hierzu:

„Es ist richtig, dass Herr Yildiz als Ditib-Landesvorsitzender die Konsequenz für sich zieht. Aber wie sieht es mit seinen Mitstreitern aus? Eine solche Einladung eines so umstrittenen Predigers kann sicher kein Alleingang gewesen sein. Wer als Verband einen Prediger einlädt, der für antizionistische, homosexuellenfeindliche und verschwörungstheoretische Aussagen bekannt ist und offene Hetze betreibt, der Gewalt gegen Frauen verharmlost, der hat offensichtlich ein Problem mit dem Werteboden unserer Verfassung. Relativierungen dürfen wir nicht als Ausrutscher hinnehmen. Die Landesregierung sollte ihrerseits Konsequenzen ziehen und die Kooperation mit dem Verband beenden. Damit weiter zu warten, ist das falsche Signal.“