Landesvorsitz: Nominierungsphase beendet / Zwei Kandidaten vorgeschlagen

25.01.2022

MAINZ. Das mehrstufige Verfahren auf dem Weg zu einem neuen CDU-Landesvorsitzenden ist in eine neue Phase eingetreten. Am Montagabend endete die Frist, bis zu der die Parteigliederungen Kandidaten und Kandidatinnen benennen konnten. Wie CDU-Generalsekretär Jan Zimmer am Dienstag bekanntgab, seien mit Christian Baldauf (Frankenthal) und Andreas Kettern (Guntersblum) zwei Kandidaten nominiert worden. „Uns ist und bleibt es wichtig, die Basis in die Entscheidung für den Landesvorsitz einzubinden“, sagte Jan Zimmer im Anschluss an eine Sitzung des Landesvorstands in Mainz. „Wir wollen, dass der neue Landesvorsitzende von der Breite der Partei getragen wird“. Julia Klöckner tritt nach mehr als zehn Jahren Amtszeit nicht mehr für das Amt an.

Christian Baldauf wurde vom Bezirksverband Rheinhessen-Pfalz und insgesamt sechs Kreisverbänden nominiert. Der Jurist aus Frankenthal führt seit 2018 die CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag an. 2006 bis 2011 war er bereits Fraktionsvorsitzender und von 2006 bis 2010 Landesvorsitzender. 2021 trat er als Spitzenkandidat der CDU bei der Landtagswahl an.

Andreas Kettern ist pensionierter Grund- und Hauptschullehrer und stammt aus Guntersblum im Landkreis Mainz-Bingen. Zuletzt war er Lehrer an der Realschule plus in Nierstein. Er ist zweiter Vorsitzender der CDU Guntersblum. Nominiert wurde er vom Gemeindeverband Rhein-Selz.

Der Nominierungsphase wird sich nun eine Vorstellungsphase anschließen. „Wir wollen den Kandidaten in den kommenden Wochen vor allem mit digitalen Formaten die Möglichkeit geben, sich den Parteimitgliedern zu präsentieren“, kündigte CDU-Generalsekretär Jan Zimmer die nächste Stufe des Verfahrens an. "In einer dritten Stufe werden wir die Mitglieder bei der Entscheidung beteiligen“, so Jan Zimmer weiter. Rechtlich bindend werde dann die Entscheidung des Landesparteitags am 26. März in Wittlich sein.

Zusammen mit dem Landesvorstand hatte CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner einen umfassenden Reform- und Erneuerungsprozess der Landes-CDU angestoßen. Mehrere Arbeitsgruppen haben im Januar die Arbeit aufgenommen. Jan Zimmer: „Die CDU will als starke Volkspartei der Mitte moderne Antworten auf die gesellschaftlichen Realitäten der ‚20er Jahre‘ finden. Die CDU soll die rheinland-pfälzische Mitmachpartei werden. Wir werden unsere Mitglieder noch stärker mitnehmen, ihnen die Möglichkeit geben, sich einzubringen. Wir wollen neue Angebote und Formate des Parteidialogs entwickeln, unsere Strukturen auf den Prüfstand stellen und kampagnenfähiger werden.“