Licht: „Wer wurde über Unregelmäßigkeiten am Flughafen Hahn informiert?“

26.07.2020

MAINZ/HAHN. Anlässlich der Ermittlungen am Flughafen Hahn hat der CDU-Vizefraktionschef und Hunsrück-Abgeordnete Alexander Licht die Regierung Dreyer aufgefordert, für Transparenz zu sorgen. Nach Medienberichten wird mittlerweile gegen drei Personen von insgesamt sechs Gesellschaften am Hunsrück-Airport ermittelt.

Licht: „Wie in gut informierten Kreisen zu hören ist, soll es Hinweise auf Unregelmäßigkeiten am Hahn an die Landesregierung gegeben haben. Auch frühere Mitarbeiter sollen sich dem Vernehmen nach gemeldet haben. Ich fordere die Regierung auf, sich zu erklären: Wer hat wen zu welchem Zeitpunkt informiert; in welcher Form und mit welchem Inhalt? Was wurde mit den Informationen gemacht?“ Spätestens im kommenden Innenausschuss, so Licht, müsse sich Innenminister Roger Lewentz (SPD) erklären.

Licht sagte weiter: „Fest steht, dass die Landesregierung am Hahn in den vergangenen Jahren, ja Jahrzehnten falsche Entscheidungen getroffen hat. Das fing schon damit an, den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport gehen zu lassen. Sie hat falsche Personalentscheidungen getroffen und hat überdies wertvolle Zeit verstreichen lassen, indem sie den Flughafen zunächst an eine dubiose Firma aus China verkaufen wollte, die sich als Reifenhändler in Shanghai entpuppte. Die Landesregierung hat am Flughafen Hahn ein fragwürdiges Erbe hinterlassen. Das Schicksal der Region im Hunsrück liegt in den Händen der Kommunistischen Partei Chinas!“