Patrick Schnieder: Abtauchen der SPD stärkt Populisten

15.01.2016

Der  Generalsekretär der CDU Rheinland-Pfalz kritisierte die Weigerung der SPD, an gemeinsamen Fernsehauftritten mit der AfD teilzunehmen.

"Ständig rufen sie 'Aufstehen gegen rechts!' und wenn es ungemütlich wird, kneifen sie und erteilen uns noch Ratschläge", erklärte Patrick Schnieder gegenüber der dpa.

Der Boykott sei nicht nur feige, peinlich und wirkungslos, bilanzierte Schnieder, "viel schlimmer noch, überlassen die Genossen einer AfD so doch erst recht die Bühne." Die Rechtspopulisten müsse man in der politischen Diskussion stellen und entzaubern!

"Wer sich wie Sie vor den Populisten wegduckt, kann kein Gesicht gegen rechts zeigen, Frau Dreyer!", so der CDU Generalsekretär. Im Bezug auf die sogenannte "Elefantenrunde" des SWR Fernsehens fuhr er fort: "Im Gegensatz zur SPD greifen wir nicht in die redaktionelle Unabhängigkeit eines Senders ein oder üben gar Druck aus, wer zu einer Sendung eingeladen wird!" Seit wann, so fragte er, könnten sich politische Parteien ihre Gegner denn aussuchen?