Patrick Schnieder: Ungleiche Arzthonorare gefährden Solidarität

30.12.2015

Die Ergebnisse der CDU Anfrage zu Arzthonoraren in der Flüchtlingshilfe kommentierte der Generalsekretär der rheinland-pfälzischen Union Patrick Schnieder, MdB, heute gegenüber dpa:

"Ein Spitzensatz von 200 Euro pro Stunde muss wie Hohn klingen in den Ohren aller ehrenamtlichen Helfer, aber auch vieler anderer Ärzte, gerade im ländlichen Raum", erklärte Schnieder und nannte dies ein "fatales Signal für die Akzeptanz der Flüchtlingshilfe in der Bevölkerung". So werde die gesellschaftliche Solidarität in dieser Frage mutwillig aufs Spiel gesetzt.

"Natürlich muss professionelle Leistung auch angemessen vergütet werden", forderte der CDU Generalsekretär, "aber für diese übertriebenen Honorare gibt es keine Rechtfertigung, zumal es hier ja um Steuergelder geht!" Die Landesregierung müsse jetzt erklären, wie es zu diesen Auswüchsen kommen konnte und diese schnell beheben. "Das ist auch deswegen besonders dringend, weil nicht der Eindruck einer künstlichen angeheizten Konkurrenzsituation entstehen darf", erklärte Schnieder und verwies auf den Ärztemangel in vielen Regionen des Landes.

Die medizinische Versorgung der Flüchtlinge sei ein Gebot der Menschenwürde und selbstverständlich zu gewährleisten, so Patrick Schnieder. "Dieses Beispiel zeigt aber wieder einmal die Planlosigkeit der rot-grünen Akteure hier in Rheinland-Pfalz!"