Strategie der Landesregierung: Julia Klöckner blickt mit Sorge auf Herbst

13.07.2021

MAINZ. Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat angekündigt, nach den Sommerferien den Präsenzunterricht an den Schulen beizubehalten. Das müsse das unbedingte Ziel sein, betonte auch Julia Klöckner. Dennoch reagierte die Landesvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz auch mit Unverständnis auf die Sorglosigkeit und unzureichende Vorbereitung der Landesregierung:

"Die Planungen und Vorsorgemaßnahmen gehen absolut nicht weit genug, und ich bezweifle, dass die SPD-geführte Landesregierung Eltern und Schülern über die Sommerferien hinweg ein sicheres Gefühl vermitteln kann - gerade jetzt, wo es vor allem um die Gesundheit der Jungen geht, die noch nicht geimpft werden können."

Bildungsministerin Hubig sieht die Schulen im Land ‚gut gerüstet‘. Julia Klöckner dazu: "In den Ohren vieler Schulleitungen und Lehrkräfte muss das wie Hohn klingen. Die Landesregierung droht hier, wieder einmal, nicht die nötigen Vorkehrungen zu treffen. Schön reden hilft keinem." Sollten im Verlauf des Herbstes wieder Wechselunterricht oder Homeschooling nötig werden, stehen die Schulen offenbar weiter im Regen. „Es ist bezeichnend, dass Bildungsministerin Hubig kein Wort zur Verbesserung der digitalen Ausstattung unserer Schulen verlor. Aber eine angebliche Strategie, die an dieser Stelle keine Verbesserungen und Konzepte vorsieht, kann mit Blick auf den Herbst nicht als solche bezeichnet werden. Schon eineinhalb Jahre sind im Provisorium vergangen - und auch nach diesen Sommerferien wird sich an der Situation für unsere Schüler und Lehrer nur wenig verändert haben. Das ist erschreckend und bedauerlich.“