Uni-Medizin: Schreiner wirft Ministerpräsidentin Wohlfühlsprech vor

29.02.2020
Pressemitteilung

„Medizinstudenten und -studentinnen kämpfen für bessere Studienbedingungen und die Ministerpräsidentin ergeht sich in belanglosen Wohlfühlsprech.“

So reagiert der rheinland-pfälzische CDU-Generalsekretär Gerd Schreiner auf das Interview der „Allgemeinen Zeitung“ vom Samstag.

Schreiner warf der Ampelregierung vor, die Mainzer Universitätsmedizin jahrelang unterfinanziert zu haben. Die schlimmen Zustände hätten erst vor wenigen Wochen Studenten auf die Straße gebracht. Es bleibe ein Skandal, dass unter einer früheren Gesundheitsministerin das medizinische Flaggschiff des Landes so heruntergewirtschaftet worden sei. Dies gehe nicht nur zu Lasten der Studenten und des Lehrpersonals, sondern auch der Patienten und der Beschäftigten.

Laut der Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund werde pro Medizin-Studienplatz in Rheinland-Pfalz gut 6000 Euro weniger gezahlt als an anderen Fakultäten in Deutschland. Den mehr als 3400 Studenten der Human- und Zahnmedizin an der Mainzer Unimedizin fehlten pro Jahr gut 20 Millionen Euro. Schreiner: „Das ist alles andere als egal.“

Schreiner weiter: „Wenn Frau Dreyer die Uni-Medizin flapsig als ‚geliebtes und teures Kind’ bezeichnet, dann können wir nur attestieren, dass die Regierung ihr ‚geliebtes Kind’ über Jahre vernachlässigt hat.“ Die CDU fordere weiterhin mindestens 200 zusätzliche Medizinstudienplätze in Rheinland-Pfalz sowie einen Masterplan ‚Medizinstudium Mainz’. Um auch künftig in der Fläche Mediziner zu haben, müsse die Landesregierung ihrer Verantwortung gerecht werden.