Danke, Dr. Helmut Kohl

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Helmut Kohl? Wir lassen unsere Mitglieder zu Wort kommen.


 

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Helmut Kohl? Wir lassen unsere Mitglieder zu Wort kommen:

 

Ich möchte der Familie von Helmut Kohl (seiner zweiten Ehefrau, und besonders seinen beiden Söhnen kondolieren. Leider ist es mit nicht möglich persönlich nach Mainz zu kommen, denn ich sitze seit 10 Jahren im Rollstuhl. Es ist mir aber ein besonderes Bedürfnis diesen großartigen Menschen, Politiker und Europäer zu gedenken. An seine Familie appelliere ich den Tod zum Anlass zu einer Versöhnung zu nehmen und gemeinsam der Großen Verdienst zu gedenken und jetzt alle persönlichen Ressentiments der vergangenen Jahre ad Acta zu legen. Jeder Mensch macht Fehler es ist aber eine Christenpflicht auch verzeihen zu können.

Alfred Nebel


Erinnerungen an Helmut Kohl

Schon als Kind hat Politik mich begeistert. Als Grundschüler verfolgte ich fasziniert die Wiedervereinigung Deutschlands. Wenige Wochen nach dem denkwürdigen 3. Oktober, nämlich am 18. November 1990, kam Präsident George Bush auf Einladung von Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl zum Staatsbesuch nach Speyer. Mein Vater fuhr hin, und ich durfte ihn begleiten. Diesen großen und dabei so freundlich wirkenden Mann zu sehen, der für Deutschland so viel bewirkt hatte, hat mich mit meinen damals neun Jahren sehr berührt. Es war ein einprägsames Erlebnis, Helmut Kohl zu begegnen, wenn auch aus etwas Entfernung als Zuschauer.

Deutlich näher an Helmut Kohl war ich dann 2012, mit deutlich mehr Wissen über seine großartige Leistung für Europa, Deutschland und Rheinland-Pfalz. Ich nahm als junger, 31-jähriger Abgeordneter am Jubiläumsparteitag der CDU in Mainz teil. Das Protokoll hatte mich zwei Plätze neben dem Altkanzler platziert – eine große Ehre und Überraschung. Enorm beeindruckend war er immer noch, wenn auch auf eine andere Art. Die menschliche Größe, mit der er seine schwere Krankheit würdevoll ertrug und die Versöhnung mit seiner Partei haben mir imponiert. In der Pause war er von Parteifreunden umlagert, alten Weggefährten und jungen Nachwuchsleuten. Obwohl es für ihn sichtlich anstrengend war, wirkte er zufrieden und in sich ruhend. Mitten unter den Menschen, sich für seine politischen Ziele einsetzend – das war seine Welt. Helmut Kohl war ein in höchstem Maße beeindruckender Mensch und Politiker, dem großer Respekt gebührt.

Martin Brandl, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Jahrgang 1981


Der Tod von Dr. Helmut Kohl berührt sehr. Ich trauere mit Ihnen , der CDU Rheinland-Pfalz wie besonders mit seiner Familie und den Menschen, die stets in seiner Nähe und ihm zur Seite waren. Innigen Dank für seine großartige Arbeit in den so herausragenden Ämtern. Dr. Kohl hat viel für uns Menschen in unserem Land getan, mit großer Weitsicht und Klugheit das Schicksal unserer Heimat durch die Stürme der Zeit geführt. Ein großer Deutscher und Europäer, der bei allem immer den Menschen im Blick hatte.

Dankbar blicke ich als Domorganist i.R. Mainz auf kurze Begegnungen zurück, die mich stets berührt haben.

Albert Schönberger


Hier ein Bild mit Dr. Helmut Kohl und meiner Oma, Anna Christmann. Das Bild wurde Ende der siebziger Jahre im Jugendhaus am Weinberg in St. Martin aufgenommen. Meine Oma war dort Köchin und Dr. Kohl war mehrere Male dort und überreichte ihr Blumen, weil sie immer für ihn gekocht hat.

Meine Oma war damals sehr stolz und deswegen übersende ich Ihnen das Bild.

Miriam Christmann


Zum Gedenken an Helmut Kohl  möchte ich Ihnen kostenlos Bildberichte anbieten, die die Verbundenheit des Verstorbenen zum alten Landkreis Ludwigshafen bezeugen. Ich hatte persönliche Begegnungen. Das Bild ist ein Beispiel aus 1994: Mit dem Karnevalverein „Die Daschauer“ Dannstadt-Schauernheim auf Vermittlung von Theo Magin, Schifferstadt, in Bonn von Kohl empfangen.

Karl Freidel, Fußgönheim (CDU-Mitglied seit 1953)


Seit meiner JU_Zeit war ich etwa 1953 und länger mit Helmut Kohl verbunden.Sein Heimgang schmerzt mich sehr. Der Herr gebe ihm die ewige Ruhe und einen Extraplatz im Himmel, den hat er sich gewiss verdient.

Alexander Kuhn


Im Jahre 1976 hat Dr. Helmut Kohl, damaliger Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, meiner Familie und mir sehr geholfen, als er auf ein Schreiben meiner Ehefrau an ihn meine Versetzung als Polizeibeamter von Nordrhein-Westfalen nach Rheinland-Pfalz sehr schnell ermöglichte. Meine Versetzungsbemühungen damals dauerten zwei Jahre. Dr. Helmut Kohl hat die weiteren Bemühungen auf drei Wochen verkürzt. Hierfür möchte ich ihm nochmals danken. Dies war auch ein Grund für mich später in die CDU einzutreten. Wir haben Dr. Helmut Kohl immer als einen großen europäischen Politiker und als Kanzler der deutschen Einheit gesehen.

Ewald Krämer


Ein großer Staatsmann und überzeugter Europäer ist von uns gegangen. Wir verneigen uns ehrfurchtsvoll vor dem rheinland-pfälzichen Christdemokraten Dr. Helmut Kohl, Ministerpräsident und Bundeskanzler, der auch ein guter Freund Luxemburgs war.

Reinard Romain


Mein Foto entstand in Neuwied 2002. Es war die Zeit, man jammerte gerne:

Helmut Kohl sprach, ich werde es nie vergessen:

Deutschland ist kein reiches Land an Bodenschätzen aber es ist ein reiches Land an Menschen, die schaffen können, nach dem Krieg und auch heute.
Hören Sie auf zu jammern, krempeln Sie die Arme hoch und packen an ….

es war Gänsehaut, mitreißend, auffordernd, ehrlich einfach toll

Ich traure um diesen großartigen Menschen, der sicher sein Bestes für unser Land gab, nicht immer bequem, aber konsequent in seinen Ansichten.

Ruth Solbach


Kirchgang an einem Sonntag in Friesenheim, ausnahmsweise nach St. Josef. Und mittendrin ... der Kanzler - und bekennende Christ - Dr. Helmut Kohl mit Familie. So einfach ist wahre Größe!

God bless!!

Gerard und Ursula Burns


Erinnerung und Dankbarkeit

Persönlich bin ich unserem Kanzler leider nie begegnet; seine Tatkraft hat aber auch meinen Weg maßgeblich beeinflusst:

Im Herbst 1989 ging ich als rheinland-pfälzischer Referendar in den Endspurt auf das 2. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien und mir war klar, dass Lehrkräfte mit meinen Fächern, Englisch und Französisch, so gut wie keine Chance auf eine Planstelle hatten; froh sein konnten, sich als Krankheitsvertretungen über Wasser halten zu dürfen. Keine guten Perspektiven hinsichtlich Gründung einer Familie und des sich Etablierens an einem Ort.
Dann fiel die Mauer und Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl griff ganz fest nach dem Mantel der Geschichte. Ein für mich wichtiger Effekt der uns allen bekannten weiteren Entwicklung:
In den neuen Bundesländern wurden Gymnasiallehrer gebraucht, ganz besonders solche mit meinen Fächern. Bald durfte ich mich als glücklicher Inhaber einer Planstelle in Wanzleben / Sachsen-Anhalt zum Aufbau des Börde-Gymnasiums einfinden. Nach einigen Jahren erfolgreicher Aufbauarbeit, verbunden mit wöchentlichem Reisen zwischen Ost und West, erhielt ich dann eine entsprechende Stelle in meiner rheinland-pfälzischen Heimat; aber Freundschaften mit Mitgliedern meines Kollegiums aus der Magdeburger Börde bestehen noch immer. Für diese mir seinerzeit eröffnete große Chance danken meine Familie und ich Kanzler Kohl noch immer.

Wir danken ihm aber ganz besonders dafür, dass alle Menschen in Deutschland Freiheit genießen und jene Zeiten endlich vorbei sind, in denen wir unseren Freunden im Ausland immer wieder das traurige Phänomen von den zwei deutschen Staaten erklären mussten.

Peter-Andreas Becker, Kaiserslautern-Hohenecken


Beigefügt schicke ich Ihnen ein Foto meiner ersten Begegnung mit Helmut Kohl im September 1969 während meines Praktikums in der Bendorfer Concordia-Hütte.

Lutz Itschert


Das war ein Ereignis für uns junge JazzBand-Musiker der Kreismusikschule Neuss. 1995, Einweihung eines neuen Bayer-Chemieparks in Bitterfeld durch Bundeskanzler Helmut Kohl. Große Veranstaltung. Wir durften die Musik machen. Aufregend. Für mich (am Piano) und meinen Kumpel und Mitschüler an der Gitarre (politisch sind wir bis heute weit auseinander...) fiel sogar für diese Reise gen Osten eine Mathe-Vorabitur-Klausur aus (mussten wir allerdings nachschreiben). Helmut Kohl live zu erleben, unvergesslich. Woran ich mich auch (mit einem Schmunzeln) erinnere: Wir spielten auf Wunsch des Bundeskanzlers zum Einzug sein Lieblingsspiritual: "When the Saints go marching in". - Möge Helmut Kohl nun mit Freude in Gottes Reich eingezogen sein.

Michael Stoer, ev. Pfarrer


Als altes CDU-Mitglied verneige ich mich vor der politischen  Lebensleistung von Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl. Er zählt für mich zu den größten historischen Figuren der deutschen Geschichte. Dass ihm dabei die Kraft im unmittelbaren familiären Lebensbereich fehlte, macht die nahezu unmenschliche Last seines mit Empathie wahrgenommenen Amtes deutlich. Den Schmähungen der Presse und eigener Parteifreunde bis zuletzt zu widerstehen und die Kraft zu haben, das durch m. E. öffentlichkeitswirksame Anfeindungen hervorgerufenen Lebensschicksal zu ertragen und Freunde nicht zu verraten (wie es doch auch einige in der CDU im Zusammenhang mit der Spendenaffäire wollten), das macht in meinen Augen und vieler meiner Mitmenschen seine  wahre Größe aus. Dass er auch Fehler hatte, schmälert m. E. nicht seine historische Leistung.

Ich werde ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Hermann Fischer


 

Zwei Fotos mit Herrn Dr. Kohl in Wöllstein habe ich gefunden. Leider weiß ich nicht, von wann sie sind. Sie zeigen Herrn Dr. Kohl beim Besuch der Juwö-Porotonwerke - der Herr mit dem weißen Einstecktuch ist der Seniorchef Ernst Jungk. Eines der Bilder zeigt rechts außen meinen Vater Philipp Müller aus Wöllstein (1997 verstorben), zwischen ihm und Herrn Dr. Kohl müsste Herr Geisel sein, links außen Herr Ernst Jungk.

Lucia Müller, Wöllstein


Soeben habe ich erfahren, dass Helmut Kohl gestorben ist. Behalten wir ihn im Gedächtnis als guten Menschen und erfolgreichen Kanzler.

Wolfgang Sprungk


Als sein Freund Pfarrer Ramstetter zum Ehrenbürger von Fischbach ernannt wurde, ließ Helmut Kohl es sich nicht nehmen, bei der Feier anwesend zu sein und einen Redebeitrag zu leisten. Unser Bürgermeister hatte meiner Frau und mir einen Platz ganz vorne gegeben. Als Herr Dr. Kohl eintraf und zu seinem Platz geleitet wurde, kam er bei uns vorbei und begrüßte jeden von uns per Handschlag. Das empfand ich als sehr freundlich. 

Nach dem Vorprogramm erhob sich Herr Dr. Kohl, ging auf die Tribüne und sprach mindestens 20 Minuten lang ohne Manuskript. Er hob die europäische Versöhnung hervor.  Er kannte sich in allen regionalen Details aus und betonte, dass das Verhältnis der Pfälzer und der Elsässer immer von gegenseitiger Freundschaft geprägt gewesen sei.  Als er noch Ministerpräsident in Mainz war, hielt er sich häufig zu Wanderungen in unserer Gegend auf. Auch die Spezialitäten der hiesigen Gasthäuser waren ihm bekannt.

Bundeskanzler Kohl war Pfälzer und Weltbürger zugleich, und besonders ein Brückenbauer und Versöhner.  Man spürte, dass er sich in unserem Ort und unserer Gegend wohlfühlte.

Als dann etliche Jahre später Pfarrer Ramstetter verstarb, nahm Her Dr. Kohl an der Trauerfeier teil und folgte dem Trauerzug von der Kirche zum Friedhof.  Seinen Freunden blieb er treu, und sie ihm.  Seine Freundschaft war nicht von Interessen geleitet, sondern sie war genuin, wie es dem antiken Freundschaftsideal entspricht.

Hans-Joachim Heil, Pfarrer i.R.


Die Nachricht hat uns alle erschüttert. Gebt unserem großartigen, ja einzigartigen staatsmann die letzte Ruhe in dem von ihm so geliebten Dom zu Speyer: Überragende beiträge  zur Gestaltung des  europäischen Friedens, der EU und zur Wiedervereinigung. In trauer um den Altkanzler und Kanzler der Einheit.

Dietmar Brand, Bürgermeister a.d. und Christdemokrat


Hier ein gemeinsames Foto mit Bundeskanzler Kohl, hinter Herrn Kohl unser ehemaliger MDB Hörster und rechts neben mir der ehemalige Bürgermeister Von Montabaur, Dr. Possel-Döhlken.

Kurt Schröder, Welschneudorf


Ich habe so eine schöne Erinnerung an Helmut Kohl, vor Jahre war ich an Ludwigshafener Bahnhof, ich habe auf jemanden gewartet, hinter meinem Auto hat ein anderer Auto geparkt, und aus dem Auto ist der Herr Helmut Kohl ausgestiegen und ist rein gelaufen, ich war so überrascht, das ich ihn hinterher gelaufen bin er ist in die Banhof Kneipe rein, ich stand so lange da,bis er mich gesehen hat, ich habe ihn gewunken und ER hat zurück gewunken. Das war für mich so eine tolle Erlebniss.

Anka Vukelic


Besuch im Bundeskanzleramt Dezember 1997
Verleihung der Ehrenmitgliedschaft des VfK Schifferstadt.  Erfolgreichster Ringverein Deutschlands

Ich habe Helmut Kohl bereits als junger Mann als Landesvater erlebt. Als Vorsitzender der Jungen Union im ehem. Landkreis Ludwigshafen stellten wir die „Junge Truppe“ bei Besuchen in Landkreis. Was mir besonders auffiel, er nahm die jungen Menschen wahr, er unterhielt sich mit ihnen und gab ihnen das Gefühl wichtig zu sein.
Viele Begegnungen folgten in meinen Funktionen als Bezirks- und Landesvorsitzender der MIT Rheinland-Pfalz und Mitglied des Bundesvorstandes der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU.
Eine besondere Begegnung war die Überreichung der Ehrenmitgliedschaft des VfK-Schifferstadt ,an Bundeskanzler Helmut Kohl, die ich als Präsident des Vereins, im Bundeskanzleramt in Bonn vornehmen durfte.
Es erkundigte sich nach dem Befinden von Personen aus Schifferstadt  und zeigte sich sehr informiert. Es war beeindruckend wie sehr er im Detail interessiert und über Menschen informiert war. Sein Interesse galt wirklich den Menschen an der Basis. Er war mit seiner Heimat, mit seiner Partei und mit den Menschen verbunden.

Josef A. Geyer, Ehrenvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU-Rheinland-Pfalz


Mitte 1969 habe ich mich - in Begleitung des damaligen Landesgeschäftsführers Hans Terlinden - in der Staatskanzlei beim Landesvorsitzenden und Ministerpräsidenten Helmut Kohl vorgestellt, um Kreisgeschäftsführer in Bernkastel-Wittlich zu werden. Ziemlich nervös und nicht unbeeindruckt von dem großen Büro und Riesengobelin an der Wand, aber noch mehr von der Persönlichkeit des relativ jungen Pfälzers, wurde ich von diesem nach allen Regeln der Kunst ausgefragt. Dass ich seit 1963 Mitglied der CDU war, im Canvassing-Landtags-Wahlkampf 1967 tatkräftig mitgearbeitet hatte,  Kreisvorsitzender der Jungen Union im neuen Landkreis Bernkastel-Wittlich war und in einer Verwaltung arbeitete, dies schien er alles sehr zu schätzen, aber er hörte doch noch aufmerksamer zu, als ich erzählte, dass mein Vater im Januar 1944 im Krieg vermisst war und meine Mutter mich alleine aufziehen musste. Nachdem er meinen Dienstvertrag unterschrieben hatte, sagte er nur: "Du weißt schon, Geschäftsführer für nicht länger als 5 Jahre. Dann geht es zurück!"

Jürgen Jüttermann, Wittlich


Von Helmut Kohl habe ich ein einzigarties Dokument: Auf einem Briefmarkengedenkblatt vom 3.10.1990 vom Tag der deutschen Einheit habe ich die Originalunterschrift von Helmut Kohl und dem letzten Ministerpräsidenten der DDR, Lothar de Maiziere. Dies ist wohl eine außergewöhliche Besonderheit.

Albrcht Weil, Stromberg


Am 07. 09. 1980 besuchte der damalige CDU Kanzlerkandidat Dr. Helmut Kohl, in Begleitung seiner Frau Hannelore, die Stadt Montabaur. Auf dem Vorplatz der damaligen Kreisverwaltung WW, später Finanzamt, heute Seniorenresidenz, hielt er eine Rede, die von den hunderten Menschen mit Begeisterung aufgenommen wurde. Die Menschen umringten Herrn Kohl und seine Frau schon bei der Ankunft, so dass ein Durchkommen zum Rednerpult fast nicht möglich war. Ich selbst, damals noch Ortsvorsitzender der Jungen Union Montabaur, später Ortsvorsitzender der CDU Montabaur, war in meiner Eigenschaft als Polizeibeamter bei dieser Veranstaltung zugegen. Meine Aufgabe war es, vom Dach der Kreisverwaltung aus, mögliche „Störer“ zu fotografieren. Die Aufgabe fiel mir zu, weil ich privat im Besitz einer Kamera mit 500er Teleobjektiv war; die Polizei damals nicht über eine solche Kamera verfügte.

Nun, die Störer blieben aus und ich fotografierte deshalb unseren Kanzlerkandidaten und dessen Gattin. Das beigefügte Foto gelang mir bei dieser Gelegenheit.
Welcher Politiker könnte sich in der heutigen Zeit, zusammen mit seiner Frau, so unbefangen und ungesichert in einer Menschenmenge bewegen? Ich trauere sehr um diesen Menschen, der als Politiker die Einheit Deutschlands erreicht und die Einheit Europas maßgeblich mitgestaltet hat.

Fritz Schwind, Montabaur


Mit diesem Bundeskanzler bin ich Erwachsen geworden und diese Eindrücke begleiten mich das ganze Leben.
Die geschichtsträchtigen Ereignisse dieser Jahre und sein Wirken haben Deutschland
nachhaltig geprägt.

Jenny Lenz


Das erste politische Ereignis, an das ich mich bewusst erinnern kann, fand am 1. Oktober 1982 statt. Es war ein Freitag, ich kam früher als sonst von der Schule nach Hause - wahrscheinlich hatte es Herbstferien gegeben - und ich sah Fernsehen. Erst seit Kurzem hatten wir ein Farbfernsehgerät!
Gebannt verfolgte ich das Programm, es war eine Sondersendung aus dem Bundestag in Bonn. Bonn war damals Hauptstadt. Was ein konstruktives Misstrauensvotum ist, habe ich erst später verstanden, an diesem Tag aber war mir klar, dass etwas "passiert" sein musste: Helmut Kohl löste Helmut Schmidt als Bundeskanzler ab.
Fortan war ich, Jahrgang 1968, ein "Kind der Ära Kohl". Meine wichtigste Schulzeit, meinen Bundeswehrdienst, mein gesamtes Studium und sogar das Referendariat absolvierte ich unter einem Kanzler: Helmut Kohl. Als Student Anfang der 90er Jahre erlebte ich hautnah den Kanzler bei einer Veranstaltung in Mannheim, viele Jahre später, ich war längst kein "Kind Kohls" mehr und er kein Kanzler, sah ich ihn mit seiner Frau bei einem privaten Besuch des Wormser Doms. Beeindruckt hat mich sein Engagement für Europa. Wer, wie auch ich, im deutschen Südwesten am Rhein aufgewachsen ist und die Geschichte kennt, weiß die Einigung Europas zu schätzen. Sie zu bewahren, ist Helmut Kohls Vermächtnis und bleibt unsere Aufgabe.

Dr. Jörg Koch, Vors. Europa-Union Worms


 

Erinnerungen an Begegnungen mit Dr. Helmut Kohl.

Erwin Rüddel, MdB


Es ist mir als CDU-Mitglied ein Herzensanliegen, Ihnen in dieser Zeit, in der die CDU nicht mehr das verkörpert, was sie ausgemacht hat als ich eingetreten bin, meine persönliche Feststellung zu Helmut Kohl mitzuteilen. Er hat an Gott festgehalten, in Wort und Tat.
Damit war er ein Garant für die christliche Wertefundierung des Grundgesetzes. Das hat mir, die ich 1961 in Rheinland-Pfalz geboren bin, damals in meiner Jugend und als junge Erwachsene Sicherheit und eine mit Fröhlichkeit empfundene Staatszugehörigkeit gegeben. Leider entbehrt die CDU heute ein derartig eindeutiges Profil, was mich leider immer wieder über einen Austritt nachdenken lässt. Vielleicht wäre es im Angesicht des Todes eines solch großen Staatsmannes für die Persönlichkeiten der CDU möglich, sich auf diese großen christlichen Wurzeln ( Eindeutiges Bekenntnis zum Gottesbezug in der Verfassung und den dazugehörigen mosaischen Grundwerten) deutlich und wortstark zurück zu besinnen.

Elisabeth Sauer


Das Foto mit Helmut Kohl entstand am 15. August 2003. Beim Kreistag der Jungen Union Ludwigshafen-Land (heute Rhein-Pfalz-Kreis) löste ich Martin Binder als JU-Kreisvorsitzender ab. Besonderer Höhepunkt des Tages war der Besuch von Helmut Kohl. Und weil der Fahrer Ecki Seeber nicht genau wusste, wo wir uns im Anschluss zum gemütlichen Beisammensein verabredet hatten, sagte Helmut Kohl spontan, ich solle einfach mitfahren und den Weg erklären. So saß ich dann hinten im großen Mercedes, vorne rechts saß Helmut Kohl und wir unterhielten uns ganz normal über "Gott und die Welt". Eine wirklich besondere Begegnung an meinem ersten Tag als JU-Kreisvorsitzender.

Ein Jahr zuvor kam Helmut Kohl zum Tischgespräch mit der Jungen Union nach Schifferstadt.

Andreas May


Als in den 80 ´iger Jahren nur noch Wenige in der alten Bundesrepublik an die Wiedervereinigung unseres Landes glaubten, hat Herr Dr. Helmut Kohl an diese Wiedervereinigung - in Frieden und Freiheit - geglaubt und dies auch jedem gesagt, auch wenn er damit damals eine Mindermeinung vertreten hat. Er war damit eine Persönlichkeit, die immer an die Deutsche Einheit  - eingebettet in ein gemeinsames und friedliches Europa - geglaubt hat und sich aktiv für diese eingesetzt hat. Das Band in unsere mitteldeutsche Region hat er nie abreißen lassen, da seine erste Frau Hannelore aus Leipzig stammt. Aufgrund seiner Besuche in  Leipzig wusste er also um die Dinge unserer Region. Er war es, der die Chance der Deutschen Einheit mit seinem 10 Punkte Plan ergriffen und erfolgreich umgesetzt hat. Herr Dr. Helmut Kohl ist der Kanzler der Einheit. Das was wir uns immer erhofft haben - die Deutsche Einheit in Frieden und Freiheit - hat er vollbracht. Dabei hat er nie vergessen, alle unsere europäischen Nachbarn mit Würde und Respekt zu behandeln, das hat Ihn als einen großen Staatsmann ausgezeichnet. Er hat für unser Land und für Europa Bedeutendes geleistet. Ich werde Ihn als unseren Kanzler der Einheit und großen Europäer  - gerade heute - vermissen, aber in sehr guter Erinnerung behalten!

Wenn wir heute alle gemeinsam auf Leuna schauen, dann tun wir das sicherlich mit großer Dankbarkeit, war es doch unser Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl, dem als Ludwigshafener die Chemieindustrie am Herzen lag, der mit seinem Einsatz für den Bau der Raffinerie in Leuna dafür steht, dass die Chemieindustrie in unserer Region - unserem Saalekreis - heute das ist, was sie ist, lebendig und erfolgreich!

Ich bin der Meinung, dass  gerade unsere Chemie-Region dem Altkanzler und großem Europäer Herrn Dr. Helmut Kohl (der sich aktiv für eine Versöhnung mit Frankreich eingesetzt hat) zu Dank verpflichtet ist. Insofern, als CDU-Mitglied - und bekennendem Helmut Kohl Fan - würde ich es sehr begrüßen, wenn die Stadt Leuna und die Leuna-Werke unseren Dr. Helmut Kohl entsprechend ehren würden und seinen Einsatz für die Leuna-Werke und die Chemieindustrie unserer Region entsprechend würdigen würden. Denkbar wäre hier, den Platz am Haupttor in Dr. Helmut Kohl Platz umzubenennen und Ihm dort eine Gedenktafel zu widmen. Vorgenanntes rege ich hiermit an und hoffe auf Ihre Unterstützung und Erfolg in der Sache.

Martin Kliche, Merseburg


Mit Betroffenheit hörte ich  heute vom Ableben des langjährigen Bundeskanzlers, des Kanzlers der deutschen Einheit Helmut Kohl und ich spreche seiner Familie, seinen Freunden und der Partei CDU, in der err sein ganzes Leben wirkte, mein tiefstes Beileid aus. Sein Wirken und seine Verdienste um die deutsche und europäischen Einigung werden für immer in der Geschichte ihren platz haben. Herr Helmut Kohl war ein großer Deutscher und Europäer

Franz Xaver Leutgeb Lembacher, Wilhelmsdorf (Österreich)


Im August 1993  fand in Maria Laach die 900-Jahr-Feier statt, die an die Gründung des Benediktiner-Klosters erinnert. Helmut Kohl, der als Kanzler der Einheit in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eingegangen ist und zu den  bedeutendsten Politikern der Nachkriegszeit zählt, war einer der zahlreichen Ehrengäste dieser Veranstaltung.  Nach dem feierlichen Gottesdienst in der Basilika waren die Ehrengäste zu einer Feierstunde ins  Informationszentrum eingeladen. Nach dem Festgottesdienst umsäumten zahlreiche Zuschauer den Weg von der Abteikirche bis zur Buchhandlung.

Hier genoss der Kanzler, der zu diesem Zeitpunkt etwa elf  Jahre im Amt war, "das Bad in der Menge". Zahlreiche Zuschauer hatten hier die Gelegenheit, von dem hohen Politiker per Handschlag begrüßt zu werden. Auch andere hohe Gäste aus der Politik und Verwaltung, darunter  der zu dieser Zeit in Rheinland-Pfalz amtierende Ministerpräsident Rudolf Scharping, nahmen an dem Festakt teil. Für die Besucher wird diese Veranstaltung in steter Erinnerung bleiben.

(Foto: Hans Schmitz - selbst aufgenommen!)

Hans Schmitz, Oberzissen


"Ich hatte nie eine direkte persönliche Begegnung mit Dr. Helmut Kohl. Ich erlebte ihn nur auf Parteitagen und Wahlkampfveranstaltungen. Aber trotzdem war „unser“ Helmut Kohl für mich nicht der entfernte abgehobene Oberchef.

Ich erlebte im privaten Bereich seine Treue im Kleinen. Da war z.B. sein schriftliches Dankeschön auf einen Weihnachtsgruß von mir. Ein anderes Mal hatte ich mich per Brief bei ihm für seine Positionen bei einer Fernsehsendung bedankt. Auch da kam ein schriftliches Dankeschön.

Aber da war noch ein anderes fröhliches Erlebnis. Ich organisierte einen Bunten Abend für die CDU Wissen mit einer kleinen Tombola und bemühte mich dazu um originelle Preise. Dazu schrieb ich Hannelore Kohl an, ob es möglich sei als Spende eine Krawatte ihres Mannes zu bekommen. Zwei Tage später läutete so gegen 8 Uhr unser Telefon. Meine Frau nahm etwas verärgert den Hörer ab und dachte, da wolle sie jemand auf den Arm nehmen. „Hannelore Kohl“, das durfte doch nicht wahr sein. Ein Moment der Irritation. Ich erhielt das Telefon. In der Tat, es war die Frau unseres Bundeskanzlers. Es ergab sich nun ein kurzes freundliches klärendes Gespräch, und wenige Tage später erhielt ich per Post die erbetene Kanzlerkrawatte.

Damit hatte ich für die Tombola unseres Bunten Abends etwas Freundliches, Nettes und Amüsierendes. Das passte zu der Bierkrug-spende von Franz-Josef Strauß und dem Wanderhemd, das uns Minister-präsident Dr. Bernhard Vogel zu anderer unterhaltsamer Gelegenheit gespendet hatten. Dazu kam die Erfahrung, Verbindlicher und unkomplizierter kann der Umgang von der unteren Etage zur Chefetage nicht sein."

Manfred Steinmann, Wissen


ich durfte Herrn Dr. Kohl 2x begegnen. Einmal als er mit einer japanischen Delegation am Rhein war. Hier stand ich zufällig an der Absperrung an der Dr. Kohl mit seinen Gästen vorbei ging. Beim Vorbeigehen gab er mir die Hand. Es war für mich als 13 oder 14 jähriger ein tolles Erlebnis.

Die weitaus interessantere Begegnung hatte ich anläßlich der 50 Jahr Feier der JU Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern. Bei der Feier war Herr Dr. Kohl auch zugegen. Es gab T Shirts mit einem Bild von Herrn Dr. Kohl und der Aufschrift „Er war da, ich auch“.. Als Herr Dr. Kohl dicht an mir vorbeilief, packte ich meinen Mut, rief nach ihm und fragte ob er mir ein Autogramm auf das T Shirt geben könnte. Er sagte ja, dann meinte er zu mir „ drehen Sie sich um, sie haben ja ein breites Kreuz“ und gab mir ein Autogramm auf das T Shirt. Während der Unterschrift baten auch andere um ein Autogramm. Herr Dr. Kohl unterschrieb ca. 20 Shirts auf meinem Rücken. Dabei fragte er mich wo ich herkomme. Als ich zur Antwort gab, aus Rodalben, fragte er erst, da haben Sie ja noch den Geruch der Schuhe in der Nase, und erkundigte sich nach Paul Durm ( Herr Durm war in den 70er Jahren Landtagsabgeordnter), ich erwiederte Herrn Durm geht es gut. Herr Dr. Kohl bat mich dann ihm einen schönen Gruß auszurichten.  Was ich natürlich voller Stolz tat. Das bemerkenswerte an dieser Geschichte war für mich, dass Herr Dr. Kohl Herrn Durm seit bestimmt 20 Jahren nicht mehr gesehen hatte, und sich dennoch an Ihn erinnerte.

Martin Frank


Ich bin halb Pole und halb Ghanase. Ich bin in Ludwigshafen geboren und bin auch wie Helmut Kohl auf dem Max Planck Gynasium gewesen. Er hat mit mich in der 5 .Klasse sogar besucht, weil er auf der selben Schule war. Er hat mich sehr berrührt mit seiner Intelligenz, seinem Charisma und Menschlichkeit. Darüberhinaus war er ein Held und ist eine Legende für mich und meine polnische Mutter.
Sie ist in Polen wegen der Uni Revolution und wegen unmenschlichen Verhältnisse nach Deutschland gekommen. In der Zeit war Helmut Kohl das Symbol für Demokratie und Freiheit.Deswegen heisse ich unter anderem Helmut! Er hat Europa zusammen gebracht.Wegweisend fur die Welt.Und jetzt zerbricht wieder alles. Auch die Verbindung zu Polen oder anderen Staaten zerbricht langsam. Jedenfalls empfinden wir das Alle so. Ich bitte euch bitte erinnert an Kohl's Erfolge und wie schlimm doch der kalter Krieg,Ost West Konflikte war.Es darf nicht sein, dass sich alles wieder wiederholt und alles überflussig war.

Helmut Gorzny


Danke an den ehem. Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl, der uns bei der Übersiedlung aus Rumänien 1987 geholfen hat. Wir werden seiner immer gedenken.

George Lambrache, Familie Lambrache-Kunz


Erinnerungen an den Besuch von Dr. helmut Kohl am 24. August 1980 im Weinort Kröv/Mosel.

Norbert Neuheisel


Danke, Helmut! Du wirst immer unser Kanzler der Einheit sein.

Martin Kliche


Horst Wisser, Langenhahn


Vielen Dank für alle bisherigen Einsendungen!

Wir möchten Sie nochmals einladen, uns Ihre Fotos und Andenken an Helmut Kohl zukommen zu lassen. Diese können Sie gerne via Mail an info [at] cdurlp.de (subject: Helmut%20Kohl) schicken.

Wir freuen uns auf Ihre Einsendungen.

Herzliche Grüße
Ihre CDU Rheinland-Pfalz